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 Waldweg Richtung Westen

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Hiruma Yumiko
Missing-Nin aus Kumo
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Mo 20 Sep 2010, 20:04

Yumiko seuftzte. Sie hatte die falschen Worte gewählt. Scheinbar hatte Ryo sie so verstanden als wäre es eine Möglichkeit dass die Ex-Kunoichi sich mit Namen und ehemaligem Rang vorstellte. Deswegen machte die ehemalige Alphard auch den vollkommen unnötigen Vorschlag die Wachen mit ihrer Weiblichkeit abzulenken. Sie blieb einen Moment stehen und drehte sich zu der ehemaligen Jonin aus Takigakure an. “Entschuldige ich habe mich wohl ein wenig falsch ausgedrückt“ begann sie mit einem freundlichen Lächeln. “Es ist nicht so das ich in Erwägung ziehe mich mit meinem Namen und Rang auszuweisen, sondern viel mehr so dass ich es definitiv tun werde, das Aufzählen der anderen Möglichkeiten diente nur dazu um nicht aus der Übung zu kommen“ Sie zuckte mit den Schultern und setzte ihren Weg fort. “Was mir jedoch tatsächlich egal ist, ist wie du ins Dorf kommen möchtest, das ist selbstverständlich dir überlassen… solange du mich dabei nicht behinderst!“ Was ihre Spezialisierung anging… sie war zwar dankbar das Ryoko ihr scheinbar relativ leichtfertig verraten hatte das sie zumindest gut in Genjutsus ausgebildet war, würde ihr jedoch deswegen noch lange nicht auf die Nase binden womit sie kämpfe. Leider stand man in dieser Welt zu schnell und zu oft auf verschiedenen Seiten um eine, im Kampf, so wertvolle Information preiszugeben. Obwohl… vielleicht war es diesmal doch für eine kleine Lüge Zeit. “Was meine Spezialisierung angeht muss ich dich tatsächlich korrigieren…“ begann sie wieder im gleichen rein informativen Ton so als hätte sie nie unterbrochen. “Tatsächlich bevorzuge ich Taijutsus, mir gefällt es einfach besser wenn ich den Schaden schon beim Treffer abschätzen kann.“ Gegen Ende ihres Satzes wurde sie etwas vergnügter als würde sie allein der Gedanke daran sehr erfreuen und legte zur Sicherheit auch ein leichtes Grinsen auf. “Hast du dir eigentlich schon überlegt was du tun würdest wenn dich jemand aufspürt? Würdest du zurückkehren und eine wohl nur leichte Strafe hinnehmen oder würdest du dich widersetzen und damit eine Einstufung als wirkliche Kriminelle riskieren?“ Eine Frage die die Weißblonde nicht nur interessierte sondern auch wichtig war. Sollte sie sich für die harmlose Variante entscheiden musste Yumiko dann nämlich zusehen zu verschwinden um nicht bemerkt zu werden und bei der anderen Möglichkeit müsste sie notfalls einen recht netten Umgang mit den Shinobi der sie entdeckt hatte korrigieren.

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Nanikami Ryoko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Do 23 Sep 2010, 15:11

Ryokos Augen weiteten sich bei Yumikos Korrektur ihres Vorhabens und ihres Spezialgebietes. Einerseits wirklich aus Erstaunen, andererseits wirklich auch aus leichter Bewunderung. Diese junge Frau hatte Mut, einfach so in Suna einzumarschieren, als wäre nichts, rein gar nichts in Kumogakure geschehen.“Respekt für deine Geradlinigkeit, doch ich werde wohl eher den Umweg über meine Schwester nehmen. Zudem wirkte ich selten wie ein Oberninja, mein bösartiger Bruder aus deiner ehemaligen Heimat meint sogar, dass ich höchstens die Ausstrahlung und den Körperbau einer Nachtclubtänzerin habe. Diese Worte betrübten mich sehr, denn mein lieber Daikio hat noch nie eine Frau aus so naher Entfernung gesehen … er kann also nur mutmaßen und das auch noch äußerst schlecht, obwohl er damit zumindest eines meiner vielen Talente erkannt hat!“ Die Schwarzhaarige musste über ihre bissige Erzählung nur minimal schmunzeln, denn eigentlich hasste sie es, wie ihr Bruder von ihr sprach. Nur weil sich die Kunoichi nie für seine Pflanzen interessiert hatte, ließ er jetzt seinen ganzen aufgestauten Ärger an ihr aus. Somit war für die Nanikami beschlossen, dass Kumogakure das allerletzte Ziel auf ihrer Reise sein würde. Was das Talent der Hiruma anging, so nahm es Ryoko einfach hin. Falls es je zu einem Kampf kommen sollte, würde sie schon sehen, wo ihre Stärken und ihre Schwächen lagen. Ob sie dabei auf einer Seite oder gegeneinander kämpften interessierte die Schwarzhaarige schlichtweg nicht. Wenn es soweit war, würde sie sich verhalten, wie sie es in dem jeweiligen Moment für angebracht hielt. Misstrauen war keine vorherrschende Charaktereigenschaft von der dunklen Schönheit, wodurch sie sehr viele Dinge sehr unbeschwert und möglicherweise auch leichtsinnig anging. Doch bei einer Sache war sie sich zu mehr als 200 % sicher und genau das wollte auch die hübsche Weißblonde von ihr wissen. Natürlich hatte sie sich schon hinreichend darüber Gedanken gemacht, was wohl wäre wenn sie Jemand erkennen würde. „Eine wichtige Frage die du da stellst … ich muss gestehen, als ich das Dorf verließ, um meinen Urlaub zu genießen, hatte ich noch nicht geplant einfach länger zu bleiben. Diese Idee entwickelte sich Tag für Tag mehr und wurde für mich bald zu einer wirklichen Alternative. Auch wenn ich noch nicht so lang im Rang eines Jounins bin, so ödet mich doch dieses ständige Pflichtgefühl unglaublich an, fast nie kann man seinen persönlichen Neigungen nachgehen, muss immer abrufbereit dastehen und im besten Fall nicht widersprechen. Mit jeder Sekunde bemerkte ich mehr und mehr, dass ich nicht für so eine Aufgabe gemacht bin. Ich bin nicht zum Jounin geboren, allein von der Kraft und den Fähigkeiten her schon, doch ich wäre ein sehr viel besserer Chuunin und am allerbesten damit beraten einfach nur in der Weltgeschichte herumzureisen. Es ist mein Traum Abenteuer zu erleben, fremde Länder und Menschen kennenzulernen, einfach frei zu sein und nicht irgendwelche langweiligen Dokumente auszufüllen. Aus diesem Grund würde mich auch nicht und Niemand, nicht einmal meine Familie, die es sowieso nicht versuchen würden, dazu bringen, wieder meinen alten Posten anzunehmen. Eher kämpfe ich und sterbe dabei, als wieder zurück zu gehen und mich mein Leben lang tödlich zu langweilen.“ resolute und unmissverständliche Worte drangen aus dem Mund der ehemaligen Jounin. Während sie ihre kleine Rede hielt schaute sie zwischen den Baumkronen hindurch in den Himmel, beobachtete die an ihr vorbeiziehenden Wolken und symbolisierte noch zusätzlich ihren Freiheitsdrang.“Ist es nicht ebenso bei Dir, Yumi?“ fragte sie gedankenverloren, den Kopf zum Firmament gerichtet und fasziniert nach oben schauend.
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Hiruma Yumiko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Sa 09 Okt 2010, 21:37

Hatte Yumiko ihr nicht noch vor 5 Sekunden vollkommen ernst gemeint das ihr egal war wie die Kunoichi aus Taki nach Sunagakure einmarschierte und noch weniger interessierte sie was sie dabei sagte. Nur ihre natürlich freundliche Art und der Gedanke dass sie wenigstens nicht den Rest der Reise alleine verbringen würde sorgten dafür dass die Missing nicht ihr nettes Lächeln verlor. Auch was ihr Bruder über die Statur der Schwarzhaarigen meinte war ihr relativ egal, auch wenn sie zugeben musste dass er da mehr Recht hatte als es Ryoko scheinbar lieb war. Was nun jedoch folgte übertraf wirklich alles. Die ehemalige Alphard setzte zu einem gähnend langweiligen Vortrag an. Nur um einen Frage zu beantworten die man auch locker mit einem einzigen Wort hätte beantworten können. Ihre, wie Yumi zähle, über Zweihundert Worte (noch genauer waren es 204) hätte man auch streichen können und einzig und allein mit dem Wort „Kämpfen“ ersetzen können. Aber scheinbar ging die schwarzhaarige Ex-Kunoichi davon aus das es Yumiko zusätzlich auch noch interessierte ob das Verschwinden nach dem Angesetzten Urlaub geplant war, wie sie zu ihrem ehemaligen Beruf stand, was sie daran störte… und und und. Diesmal ließ sie es die Kleinere aber auch durch unüberhörbare genervte Seufzer wissen. Reden war schön und gut, doch sich das Ohr wegen einer einfach zu beantwortenden Frage abkauen zu lassen lag nicht im Interesse der ehemaligen Jonin. Ob allein die Stärke Ryoko schon als Jonin auszeichnen sollte, konnte Yumi auch nicht beurteilen und eine groß andere Wahl als Abenteuer zu erleben hatte Al sowieso nicht. Ob Traum oder nicht. Dann jedoch setzte sie noch einmal einen drauf und fragte ob es bei Yumi nicht genauso sei. “Nein… gegen ein Leben in Langeweile… hätte ich im Gegensatz zu dir nichts einzuwenden“ Wenn sie Aufregung und Abenteuer gesucht hätte dann hätte sie auch als Shinobi weiterarbeiten können. “Was jedoch wahr ist, ist das ich lieber töten werde als jemals wieder in den Käfig, den man Dorf nennt gesperrt zu werden. Nur…“ Sie musste bei den so verschiedenen Familienverhältnissen der beiden jungen Frauen unwillkürlich kichern. “Meine Eltern würden wohl versuchen mich zurückzuholen, wenn sie es nur könnten“ Was nicht heißen sollte das sie diese nicht töten würde, wenn sie tatsächlich dumm genug wären das zu tun. Das einzige Wesen das sie zum Wohle ihrer Freiheit wohl nicht töten würde wäre Suzuna… und diese war bereits tot. Augenblicklich, da sich zumindest für sie das Thema dem Ende näherte wurde ihre Laune besser und die Stimme fröhlicher. “Davon abgesehen ist es bisher noch nie passiert das es jemand versucht hat, und ich denke es wird auch bei dir nicht so schnell der Fall sein!“ Damit war das Thema für die ehemalige Jonin aus Kumogakure beendet. Weitere Kommentare in dieser Richtung würden an ihr abprallen. Schlicht nicht wahrgenommen werden. Da konnte die Taki-Bewohnerin noch soviel reden. Darüber würde für den heutigen Tag nichts mehr in das Bewusstsein der Weißlonden treten. Deswegen wechselte sie auch recht bald zu einem weitaus banaleren Thema. Eines was ihr beim Anblick des satten Baumgrüns kam. “Sag mal… hast du so was wie eine Lieblingsfarbe?“ Auch wenn sie befürchtete das Ryoko das wieder als Einladung zu einem stundenlangen Vortrag sehen würde. Yumiko entschied sich aber in dem Fall einfach abzuwarten bis die Farbe genannt wird und dann den folgenden Wortschwall zu ignorieren. So würde sie nichts wichtiges verpassen und die Schwarzhaarige war glücklich das die Natur so viel Interesse an ihren Worten zeigte.

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Nanikami Ryoko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   So 10 Okt 2010, 06:52

Ryoko erzählte einfach für ihr Leben gern und leider bemerkte sie nur sehr selten, dass sie mit dieser Art vielen ihrer Mitmenschen unsäglich auf die Nerven ging. Wie es denn Anschein hatte, auch Yumiko. Zumindest dachte sie das ihre Seufzer nicht für etwas anderes bestimmt waren. Die Schwarzhaarige konnte sich zusammenreißen, sie wollte es versuchen, aber sie wusste schon jetzt das diese Ernsthaftigkeit nicht von besonders langer Dauer sein würde. Ryo hoffte für Yumi und auch sich selbst, dass sie niemals etwas alkoholisches zusammen trinken würden, denn spätestens dann konnte sich die Nanikami nicht mehr zurückhalten und plapperte schneller und teilweise lauter als ein Wasserfall. Wenn sie es sich so recht überlegte, repräsentierte sie ja in geradezu absurder Weise perfekt Takigakure. Ein wunderschönes Dörfchen mit einem höllisch lautem Wasserfall. Urkomisch das sie gerade jetzt, da sie getürmt war, so oft an ihre alte Heimat denken musste. Sie würde doch kein Heimweh bekommen? Nein, dass war ausgeschlossen, zumindest in diesem Moment. Die Freude und die Erleichterung überwogen ganz eindeutig. Während sie so ihre Gedanken wandern ließ, bekam sie die letzten Themenschließenden Worte von der Hiruma nicht so richtig mit, gerade als sie nach ihrer Lieblingsfarbe fragte, wachte sie wieder auf. Farbe? Lieblingsfarbe? Was war denn jetzt los? Sie musste Yumi ja wirklich unglaublich gelangweilt haben, aber es schadete sicher nicht, wenn die hübsche Weißblonde etwas mehr zu sagen bekam, dachte die ehemalige Taki-Jounin. Ryoko blickte zu ihrer Reisegefährtin hinüber, antwortete mit einer ungewohnten Ruhe und ohne ein aufgewecktes Grinsen im Gesicht. „Dunkelblau. Deine?“ Beiläufig bemerkte der ruhelose Geist, dass die Vegetation stark im Umbruch war. Vereinzelte Bäume konnte man noch erspähen, selbst das Gestrüpp wurde spärlicher und die dunkle Erde des Weges wurde mehr und mehr durch Sand ersetzt. Unbewusst fasste sie an ihre Wassertasche. Nicht einmal mehr annähernd genug für einen Wüstenmarsch. Am Tag zumindest. Aus einem ihr unerklärlichen Grund liebäugelte die Jounin mit der Tatsache in der Nacht durch die Sandlandschaft zu reisen. Vielleicht war es die unerträgliche Wärme mit der sie rechnen musste, wenn sie am Tag unterwegs war, doch so wie sie ihre Tagesform einschätzte, würde es kein allzu großes Problem für sie darstellen, einfach noch ein bisschen weiter zuwandern.
Interessant. Die schöne Frau zog in ihre Überlegungen die Andere schon gar nicht mehr mit ein. Auch dieses Phänomen war bereits von Anfang an lediglich eine Frage der Zeit gewesen. Ryoko war ziemlich opportunistisch und von daher war es ihr auch ziemlich egal, was für Yumiko das Beste war. Hauptsache sie holte sich keinen Sonnenbrand oder noch schlimmeres.Vorsorglich behielt sie diese Gedanken jedoch noch für sich, doch bereitete sie sich schon darauf vor, bald wieder allein unterwegs zu sein … .
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Hiruma Yumiko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Di 12 Okt 2010, 19:33

Nach einer ewig langen Zeit, sprich eigentlich direkt nach der Frage der ehemaligen Kunoichi aus Kumo, drehte Ryoko ihren Kopf ein wenig nach Hinten und antwortete. Knapp. Kurz. Präzise! Und das nicht in einer unangenehmen Lautstärke oder einem sarkastischen Ton. Die Verwandlung war beinahe schon unheimlich. Aber auch nur beinahe. Eigentlich war es so ganz angenehm. Diesmal war sie zwar ein wenig sehr kurz angebunden aber irgendwann würde sie auch schon die Balance finden. Yumiko auf jeden Fall verbuchte diese Antwort erst einmal als kleinen Sieg für sich und ihre Seufzer. Diese hatten nämlich ihre Wirkung gezeigt. Irgendwo auch überraschend und Neu für die junge Frau. Immerhin war das nicht immer so. In Kumogakure hätte sie einen solchen Zaunpfahl bestimmten Personen ins Gesicht werfen können und sie hätten es immer noch nicht bemerkt. Mit bestimmten Personen meinte sie grundsätzlich alle Folterknechte dieses Käfigs. Hätte sie es nicht besser gewusst, hätte sie denken können ganz Kumogakure hatte sich zur Aufgabe gemacht in ihr das zu sehen was man in ihr sehen wollte. Die Erbin ihrer beiden Eltern. Zum Glück wusste sie es besser, ihre Weltsicht war nicht beschränkt genug um die Personen im Dorf zu hassen und gleich ganz Kumogakure vernichten zu wollen. Solche idiotischen Gedankengänge überließ sie lieber anderen. Sie wusste dass es die Menschen einfach nicht besser wussten, dass ihre Eltern im Prinzip die Wurzel allen Übels waren. Auch gegen diese Wesen hegte sie jedoch keinen besonderen Hass. Irgendwo fand sie es verständlich. Das man sich selbst unter Druck gesetzt fühlt, wenn man ein Held ist, und ein Kind hat von dem das Selbe erwartet wird. Wenn das Kind den Anforderungen nicht gerecht wird dann ist man selber schuld also muss man es schnell auf Wunderkind drillen… nicht das nicht schlussendlich nur das Kind, in diesem Fall also Yumi, leiden musste, aber… das ließ Yumi verzeihend unter den Tisch fallen. Nun aber sollte sie sich erst einmal mit der Frage beschäftigen die die Schwarzhaarige ihr gestellt hatte, denn sie hatte sich für einige Sekunden in nachdenkliches Schweigen gehüllt. “Ich habe Keine, ich habe Farben nie besonders viel Bedeutung zugemessen“ sagte sie ehrlich und mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen. Genauso gut hätte jedoch das augenscheinliche Gegenteil gepasst. Das ihr einfach alle Farben gefielen. Nicht aufgrund ihrer Bedeutung oder weil sie irgendwas Besonderes mit ihnen verband. Nein einfach weil sie dafür sorgten das die Welt nicht eintönig war. Wobei… grade dies begann nun etwas zuzunehmen. Pflanzen wurden seltener und der Boden sandiger. Das bedeutete das sie sich der großen Wüste näherten die man durchqueren musste um nach Sunagakure zu gelangen. Etwas weniger farbenfroh, aber nicht weniger spannend als der Rest der Welt. Vielleicht eher noch mehr. Immerhin hatte man am Tag mit den wohl höchsten Temperaturen der Welt zu kämpfen und in der Nacht mit Kälte. Nicht das irgendjemand davon jemals abgeschreckt wurde. Eins von beiden war immer erträglich. Nur was schlussendlich die Wanderzeit erschwerte musste noch entschieden werden. Ohne Ryoko wäre es soviel einfacher…

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Nanikami Ryoko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Do 14 Okt 2010, 13:35

Sie hatte diese Frage also tatsächlich aus reiner Langeweile gestellt. Nun, Ryoko störte sich nicht daran, es ärgerte sie regelrecht. Eigentlich hatte sie bei der Weißblonden anfänglich ein recht gutes Gefühl verspürt, dachte sie würden sich mit fortschreitender Zeit immer besser verstehen, doch dieser Fall trat nicht ein. Seit der kleinen Gebüschgeschichte schien ihr Beziehungsstatus etwas aus dem Ruder zu laufen. Und so sehr sich die Nanikami über Gesellschaft gefreut hatte, so wenig war sie auch auf diese angewiesen. Immerhin war sie schon ein großes Mädchen und konnte gut auf sich selbst Acht geben.
Wie zum Hohn kam der Gasthof in Sichtweite und er hatte sich seit ihrem letzten Besuch, zumindest von seiner schäbigen Fassade, die sie bis jetzt nur sehen konnte, nicht wirklich stark verändert. Ein Gefühl des unbändigen Hungers drängte sich in den Vordergrund – sie Dummerchen hatte ja auch den ganzen Tag noch nichts zu sich genommen. Das musste sich jetzt ändern. Die letzten Schritte zu dem Wirtshaus erschienen ihr unmenschlich lang und sie spürte wie die Kraft aus ihren Knochen wich – aus ihren eigentlich starken Knochen, von denen sie jedoch nicht die leiseste Ahnung hatte, ihrer Mutter sei Dank. So hatte sie auch überhaupt keine Augen für die hochgewachsene Yumiko. Sie wollte nur etwas essen - Punkt. Vor den wenigen morsch aussehenden Treppen, welche zu der Eingangstür der Spelunke hinaufführten, drehte sich die Schwarzhaarige für den Bruchteil weniger Sekunden zu der Hiruma um und fragte lapidar: „Kommst du oder gehst du weiter?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, stapfte das ungeduldige Wesen die Stufen empor und öffnete die Tür mit einem kräftigen Drücken. Diese klemmte nämlich gern, so wie auch jetzt wieder. Als die schöne Kunoichi gänzlich im Raum stand, wanderten alle Blicke der Anwesenden, meist ältere Männer in den nicht mehr neuesten Kleidern, zu ihr. Unbeirrt und sich der teilweise lüsternen Blicke nur allzu bewusst, stolzierte sie zielbewusst auf den Tresen zu. Der Wirt erkannte sie sofort, sprach sie jedoch nicht mit ihrem Namen, sondern mit einem weiteren Pseudonym an.
„Ah, Kana meine Augenweide, einen Sake und unser Spezialgericht?“ fragte der Alte, während er die spärlich am Oberkörper bekleidete Ryoko intensiv musterte. „Natürlich Hano, alles so wie immer. Ich nehme jedoch statt dem Sake etwas Wasser.“ sprach die junge Frau zu ihm und ließ sich auf einem Hocker an dem Tresen nieder. „Wie du willst, aber das mir dann keine Beschwerden kommen … Deine Bestellung geht selbstverständlich aufs Haus, wo du doch mein einziger Lichtblick unter diesen ganzen Saufköppen bist.“ ein Lächeln aus einem teils zahnlosen Mund, den Ryoko angeekelt erwiderte. Eigentlich zog sie es vor in saubereren Einrichtung zu speisen, doch es gab weit und breit nichts anderes und zum jagen war sie viel zu erledigt. Die verrauchte und verbrauchte Luft würde man bald schneiden können, wenn nicht bald ein Sauerstoffaustausch stattfand, doch schien es keinen der Anwesenden sonderlich zu tangieren. Im Moment ergötzten sie sich sowieso alle an dem leckeren Anblick der Schwarzhaarigen, da konnte ihnen doch die Luft egal sein. Was Yumi mit sich anfing, war ihr gerade herzlich egal, sie wartete nur noch auf ihr Essen und war schon damit zufrieden, wenn keine Kakerlake bei ihr mit speisen würde … Ansprüche waren hier vollkommen fehl am Platz.
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Hiruma Yumiko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Do 21 Okt 2010, 00:07

Was für eine äußerst langweilige Begleitung Ryoko doch war schien nach dem viel versprechenden Anfang, doch recht unglaublich. Nun ja immerhin war sie Gesellschaft und deswegen wollte Yumiko sich auch gar nicht beschweren. Selbst diese Phase wo geschwiegen wurde fand sie weitaus angenehmer als alleine zu laufen. Immerhin hatte sie die Möglichkeit mit jemanden zu sprechen. Dass sie sie nicht wahrnahm musste ja nicht heißen dass sie sie nicht wollte. Ohne diese Möglichkeit wären ihr bestimmt tausende Dinge eingefallen über die sie hätte reden können. Es schien so etwas wie ein Naturgesetz zu sein das man in solchen Zeiten nicht reden konnte. Wenn man es genauer betrachtete konnte man allerdings auch davon ausgehen das mangelnde sozialer Kontakte im letzten Jahr dazu führten das Yumiko nicht mehr wirklich in der Lage war ein normales Gespräch am Leben zu halten. Ryoko, so wie man sie bisher einschätzen konnte, hatte so was nie gelernt sondern sich mehr auf ihren Körper verlassen. Auch eine Möglichkeit. Ebenfalls eine frische Abwechslung an der jungen Frau aus Takigakure war die Tatsache das sie soviel über Yumiko wusste und wohl trotzdem in nächster Zeit nicht sterben würde… zumindest nicht durch die Hand der Weißblonden. Etwas was bei soviel Wissen nicht wirklich oft vorkam… gar nicht. Die Schwarzhaarige jedoch befand sich ja auch auf einer „Flucht“ und würde so wohl kaum in der Lage sein sie zu verraten. Glück für sie… und Yumiko die auf Kampfhandlungen auch gern verzichten konnte. In der Ferne kam nun der Gasthof in Aussicht, den es zu ignorieren galt. Zuviel Risiko für zu wenig Luxus. Außerdem war die Weißblonde ja nicht unvorbereitet und durchaus in der Lage noch gut ein wenig ohne weitere Dinge auszukommen. Nun aus irgendeinem Grund schien sich Ryoko aber nicht mehr darum zu kümmern das Yumiko den… nun wo sie davor stand mochte sie es mit nichts bezeichnen das mit „Gast-„ anfing… die Ansammlung von dreckigen Brettern besuchen wollte. Besser gesagt: Es war ihr vollkommen egal ob die Reisegruppe so bestehen blieb so lange sie ihren Willen bekam. “Dann werden…“ setzte die ehemalige Kunoichi aus Kumogakure an, doch weiter kam sie gar nicht denn schon machte sich die Schwarzhaarige auf dem Weg ins Innere des… Dings. Es war nicht gerade als einladend zu bezeichnen und allein die Verhaltensweise von Ryoko störte Yumi so sehr das sie ein ähnlich trotzig-kindisches Verhalten wie eben diese an den Tag legte und beleidigt weiter stapfte. Nicht sehr lange allerdings. Sie war erst knappe Zweihundert Meter weiter, was bei der derzeitigen Geschwindigkeit die sie an den Tag legte wirklich keine nennenswerte Zeit war, als sie bemerkte das die blöde Schwarzhaarige sie schon Gesellschaftsabhängig gemacht hatte. Ein echter Shinobi würde das Ding sicher nie betreten, also wird’s wohl kaum ein Risiko sein schoss es ihr durch den Kopf und es ärgerte sie maßlos da sie sich selbst ertappt hatte. Ausreden für ihr eigenes Verhalten wollte sie finden. Und mit dieser Erkenntnis beendete sie auch die sinnlose Haderei… sie wusste das es keinen Sinn hatte und so war sie mit vollem Tempo, was die Rückwegszeit noch mal verkürzte, wieder vor dem… Haus… das Ryoko noch vor kurzem betreten hatte. Schon beinahe widerwillig stapfte sie dieselben Treppen hoch wie vor kurzer Zeit noch die ehemalige Alphard. Die Tür ließ sich mit einem starken Drücken öffnen und… beinahe sofort bereute Yumiko das sie es getan hatte. Die Tür schien nicht geklemmt zu haben sondern es war schlecht und einfach die Luft dahinter die es zu verdrängen galt, die das öffnen der Tür als schwieriger gestaltete als man dachte. Wer sich bei solcher Luft länger als eine Stunde aufhalten kann war sowieso schon tot… oder hatte durch Sauerstoffmangel Hirnschäden erlitten. Ein wirklich kurzer Blick in die Runde deutete auf letzteres hin. Leider blieb ihr nicht wirklich viel Zeit die Anwesenden zu mustern, denn abgesehen davon das sie Augenkontakt mit einem dieser Wesen vermeiden wollte hatte sie bereits erblickt was sie suchte und ging auf direktem Wege zu Ryoko die am Tresen saß um sich auf dem Hocker neben ihr niederzulassen. “Und so was nennst du GASThof? Das ist selbst mit den wohlwollendsten Augen gesehen höchstens ein versifftes Drecksloch!“ beschwerte sie sich bei Ryoko und kümmerte sich ihrerseits einen Dreck um die anderen Gäste hier. Sie hatte Recht und jeder der ihr widersprechen wollte… nun ja der hätte sich einen denkbar schlechten Augenblick dafür ausgesucht.

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Nanikami Ryoko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Do 21 Okt 2010, 16:07

„Natürlich ist das hier ein Dreckloch, doch es gibt hier was zu essen, nur das ist wichtig.“ meinte sie unbewegt zu Yumi. „ Hey Hano, du kannst gleich noch 'ne Portion mitbringen! Und beeil dich, wir haben Hunger verdammt!“ rief sie dem Wirt hinterher. Dieses Spezialgericht war im Großen und Ganzen auch das einzige Gericht, dass hier angeboten wurde und dafür das es überall so schäbig aussah, war es warm und schmeckte unerwarteter weise gut. Wenn die Hiruma nichts essen wollte, würde sich schon Jemand finden der es an ihrer Stelle mit Freuden verschlang.
Aus dem Augenwinkel heraus bemerkte sie, dass sich drei Männer dem Tresen näherten. Ryoko drehte sich unmittelbar nach dieser Entdeckung um, stützte ihre Unterarme auf das Holz des Tisches und reckte so ihren Oberkörper weit nach vorn. Eine provokante Geste und für die von Hormonen gesteuerten Gestalten eine willkommene Pose um sich ihren nicht gerade unschuldigen Gedanken hinzugeben.
„Du hast ein ganz schön vorlautes Mundwerk Blondie. Hat Dir denn Niemand gute Manieren beigebracht? Wir können das mit Freuden nachholen Püppchen ...“ gierig leckten sich die Kerle ihre Lippen, während sie Yumiko schon mit ihren Blicken auszogen. „ … wir haben da unsere ganz speziellen Techniken ...“ Einer der Männer, ein großer, vierschrötiger Kerl wollte nach Yumis Arm greifen, doch seine Finger hatten keine Chance sich in das weiche Fleisch zu bohren. Ryoko nämlich packte ihn am Arm, stand selbst auf und schleuderte ihn mit einer ungeheuren Wucht gegen den Tresen. So fest, dass dieser durch ein Knacken einen feinen Längstriss bekam. Für viele der Anwesenden nicht sichtbar, verpasste sie ihm ebenfalls noch einen gut gesetzten Schlag in die Nierengegend. Ein Aufschrei versicherte der Schwarzhaarigen, dass sie wohl nicht zu zärtlich war. Man könnte meinen sie hätte so gehandelt um Yumiko zu schützen, was sie auch durchaus tat, doch steckte noch etwas anderes dahinter: Sie konnte es nur schwer ertragen, wenn eine andere Frau mehr Aufmerksamkeit ab bekam als sie selbst. Das kratzte an ihrem Ego und musste schnellstens zu ihren Gunsten umgekehrt werden.
Der Mann, bereits ein wenig in die Knie gegangen und immer noch vor Schmerz stöhnend, wurde von der Nanikami mit einer Hand am Hals gehalten, was ihm sicher auch deutlich die Atmung erschwerte und sie drückte immer unbarmherziger zu. Doch was kümmerte sie das?
Ihr Knie, an eine, für männliche Wesen, sehr delikate Stelle platziert, sprach sie ihn voller Abscheu in der Stimme an, ganz langsam. „Wage es nicht sie mit deinen widerlichen Pfoten an zufassen, du Abschaum, sonst bring' ich dich um!“ Ihre grauen Augen lagen ohne nenneswerte Regungen auf dem Mann unter ihr, dem bereits die blanke Angst ins Gesicht geschrieben stand. „Wü-wü-würde ich nicht … ich meine, will ich nicht … mache ich nicht … jetzt lass mich gehen ...“ bettelte er die ihm haushoch überlegene Frau an. Was seine Kollegen in diesem Augenblick von ihm dachten, war ihm herzlich egal, er wollte nur noch weg von dieser Verrückten.
„Gut!“ für einen ganz kurzen Moment strahlte sie ihn an, dann rammte sie ihm ihr Knie in die Gegend der Weichteile, zog anschließend sein Kinn gegen ihren Oberschenkel und brach ihm anschließend noch das Jochbein, als ihre Faust sein Gesicht traf. Diese Abfolge von Schlägen war für das ungeschulte Auge nicht einmal im Ansatz zu verfolgen, man hörte nur die Schmerzensschreie ihres Opfers. Schlaff wie ein nasser Sack knickte er in sich zusammen und wurde durch Ryoko vom Tresen weg, in die Mitte des Raumes geschubst, wo er schwer atmend auf dem Rücken liegen blieb. Keiner der Anwesenden machte auch nur die geringsten Anstalten dem Unglücklichen zur Hilfe zu eilen, sie alle hatten offenbar keine Lust auf eine Tracht Prügel. Die ehemalige Jounin ging ihm hinterher und kniete sich schließlich über ihn. Nun war der Augenblick gekommen, in dem sie ihr Katana präsentierte und sie mit einem diabolischen Grinsen die Spitze des Schwertes an des Mannes Hals hielt. „Wenn ich nicht so schrecklich hungrig wäre, würde ich noch ein wenig länger mit Dir spielen, doch so werde ich Dir wohl nur deine dreckige Hand abschneiden....“ Sie wurde jäh durch die Negationen des Liegenden unterbrochen. „Nein, nein, nein, bitte nicht ich ...“ Nun drückte sie ihm das Katana so stark an die Haut, das die ersten oberflächlichen Blutgefäße platzten. „Nanana, wer wird denn gleich hysterisch werden? Vielleicht begnadigt dich ja „Blondie“ wenn du dich bei Ihr entschuldigst … Na was meinst du?“ Das diese Szene Ryoko sichtlich Spaß machte war unübersehbar und auch Yumiko bekam einen freudigen Gesichtsausdruck zugeworfen. Das das nicht die feine Ninja Art war, war der Schwarzhaarigen schmerzlich bewusst, doch sie musste rein gar nichts vertreten und Niemand wusste auch nur im Entferntesten wer sie war. Es bot sich also geradezu an, dass sie ihre sadistischen Wesenszüge an diesem Scheißkerl auslassen konnte.
Der Wirt kam mit zwei Tellern aus der Küche und murmelte so etwas wie „ … das ist schon das dritte Mal … unglaublich ...“ vor sich her. Keiner beachtete ihn, gab es doch viel wichtigeres zu verfolgen.
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Hiruma Yumiko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Fr 22 Okt 2010, 14:14

Ach es ging ihr also um Essen… hätte sie auch nur ein Wort gesagt hätten sie das Problem lösen können ohne dieses ach so nette Plätzchen aufzusuchen. Nein sie hätten sogar in einer weitaus angenehmeren Umgebung speisen können. Einer mit frischer Luft und ohne eklige Gestalten die man nicht mal ansehen mochte. Geschweige denn anfassen. Oder sich mit ihnen unterhalten… im selben Raum aufhalten. Yumikos Meinung über dieses… Ding war also mehr als nur klar. Und auch die Aussicht etwas zu essen was hier gekocht wurde klang nicht besonders verlockend. Es klang eher gefährlich und nach etwas was man nur tun sollte wenn man die Wahl zwischen diesem Fraß und dem Hungertod hatte. Und selbst dann sollte diese Entscheidung noch wohl überlegt sein. Vielleicht war Dreck von der Straße auch eine gute Alternative. Wobei sich die Weißblonde zu fragen begann was dieses Essen was Ryoko da gerade für sie bestellt hatte überhaupt war. Es konnte ja alles Mögliche sein. Vielleicht war es sogar Dreck von der Straße? Nun hatten ihre Worte aber endlich die gewünschte Wirkung bei einigen der Gäste erreicht die dieses Drecksloch wohl als zweite Heimat nutzen… und in dieser Luft überleben konnten. Also keine besonders intelligenten Wesen. Leider machte ihr die Schwarzhaarige einen Strich durch die Richtung indem sie sich einfach schon umdrehte bevor die Männer ihr Ziel erreichten. Nun so galt es eben das Beste aus der Situation zu machen und so drehte sich die ehemalige Jonin aus Kumogakure nicht einmal um als sie dann auch angesprochen wurde. Sie sagte nicht einmal was. Für die Männer hinter ihr und weiter innen im Raum konnte es nur so aussehen als würde sie diese Wesen nicht einmal wahrnehmen. Jeder der das Gesicht der jungen Frau jedoch sehen konnte sah dass sie ein amüsiertes und vorfreudiges Grinsen aufgesetzt hatte. Und sie sollte mit ihrer Vorfreude auch Recht behalten. Denn kaum hatte einer der Männer, was es nun für einer war konnte die Größere beim besten Fall nicht erkennen da sie ja nur aus den Augenwinkeln beobachten konnte, die Hand ausgestreckt reagierte die Frau aus Takigakure auch schon und schmetterte den Kerl ziemlich unsanft gegen den Tresen, wobei sie diesen zerstörte. Das konnte sowohl an der miesen Qualität von so ziemlich allem in diesem Haus liegen oder daran das sie soviel Kraft hatte. Was es nun war, schmerzhaft war es auf jeden Fall DAS konnte man ziemlich leicht an dem Schrei des Mannes erkennen. Ryoko hatte also nicht gelogen als sie sich als Reiseschutz angeboten hatte. Nicht das Yumiko nicht selbst mit ein paar unüberlegt handelnden Fleischbergen fertig geworden wäre, die mehr Fett als Hirn und Muskeln besaßen doch so war es ähnlich lustig… für sie. Für die Männer war es wahrscheinlich nur ähnlich unschön. Wobei… die anderen Männer konnten sich wohl glücklich schätzen das Ryoko sich damit begnügte einen einzigen vorzuführen. Dieser allerdings hatte es damit mit einer weit grausameren Person als Yumiko zu tun. Es gab noch eine deutliche Drohung für den Mann den die ehemalige Alphard ganz passend als Abschaum bezeichnete… NOCH für Menschen die nicht ahnten das Ryoko noch lange nicht fertig mit dem Kerl war. Denn obwohl ob dieser mit mehr als nur Angst, eher klang es schon nach blanker Panik, versprach schwor und versicherte das er nichts mehr tat gab es als nächstes einen sehr schmerzhaft aussehenden Kniestoß und was Yumiko danach nur noch zur Hälfte aus den Augenwinkeln sehen konnte veranlasste sie jetzt doch sich ebenfalls umzudrehen um keinen Moment dieses amüsanten Spektakels zu verpassen. Für sie und Ryoko war es amüsant. Für den Mann wohl weniger… und ob die anderen Anwesenden ebenfalls soviel Spaß dabei hatten wie die Weißblonde war wohl auch zu bezweifeln. Leider sollte aber nun wohl das Finale folgen, denn die Schwarzhaarige stieß den Mann in Richtung Mitte des Raumes. Dort blieb er liegen… Diesmal dachte selbst die ehemalige Kunoichi aus Kumo dass das das Ende war. Diesmal jedoch lag auch sie mit dieser Vermutung falsch. Während ihre Begleiterin sich in Richtung des armen Kerls machte blickte Yumiko kurz in die Runde der anderen Gäste. Die nicht einmal auch nur ein Anzeichen davon gegeben hatten zur Hilfe eilen so wollen. Sie waren ein schönes Beispiel des menschlichen Egoismus. Nur nichts tun was einem selbst schaden könnte… in diesem Fall war das auch eine sehr gesunde Entscheidung wie Yumiko einräumen musste. Nun hatte Ryoko nämlich auch den Mann am Boden erreicht und präsentierte ihre Klinge. Im Gegensatz zu vielen anderen weiteten sich die Augen der flüchtigen Kumonin nicht. Dazu hatte sie solche Aktionen schon viel zu oft in ihrem Leben bewundern dürfen. Nun ja… Schwerter. Eine solche Aktion wie diese hier war komplett neu und weitaus amüsanter als ein ernsthafter Kampf. Wie die Schwarzhaarige mit dem Mann spielte gefiel der Weißblonden einfach. Nun verlegte sich die Frau mit den vielen Decknamen jedoch wieder auf eine Phase des Drohens und Angst machen. Der Wicht am Boden sollte seine Hand verlieren, was jedoch dazu führte das er wimmerte und bettelte. Daher machte Ryoko ihm ein großartig großzügiges Angebot… nun ja sie erwähnte das es eventuell möglich wäre. Während Ryo noch sprach öffnete Yumiko, wohl von den meisten unbemerkt, eine ihrer Seitentaschen. Dann tat sie als musterte sie den Kerl am Boden kurz und setzte dann ein zuckersüßes und verzeihendes Lächeln auf. “Ach er braucht sich nicht entschuldigen, Gnade gewährt!“ rief sie zufrieden aus, war dabei aber weitaus weniger verzeihend als es klang, denn schneller als es wohl die Meisten in diesem Raum registrieren konnten, warf sie das Kunai das sie eben aus ihrer Tasche gezogen hatte und nachdem das Wurfmesser erst die Luft zerschnitt, zerschnitt es kurz darauf auch die Luftröhre des Mannes und ragte aus dessen Kehle. Mit den Quälerei war damit also Schluss… irgendwo hatte die Weißblonde als tatsächlich Gnade walten lassen. “Und jetzt öffnet jemand bitte die Fenster die Luft hier drin ist nicht auszuhalten!“ warf sie in den Raum und drehte sich ohne irgendjemanden noch eines Blickes zu würdigen wieder dem Wirt zu der gerade zwei Teller gebracht hatte. Das was ihr da gereicht wurde sah zwar besser auf als alles was sie erwartet hätte können und es roch auch noch ebenso unerwartet verführerisch, doch trotz allem blieb Yumiko skeptisch… “Was genau ist das?“ fragte sie den Wirt so als wäre rein gar nichts passiert seitdem die jungen Frauen das Drecksloch, wie Yumi es so schön bezeichnet hatte, betreten hatten.

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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Sa 23 Okt 2010, 10:09

Ryoko fand Yumikos Reaktion äußerst charmant. Denn wäre hätte die Hiruma entgegen aller ihrer Vorstellungen, den Typen das Leben gelassen, hätte Ryoko es gleich darauf ebenso schnell beendet. So erhob sie sich wieder und blickte weiter zu der Blonden herüber. „Du wirst mir immer sympathischer Süße ...“ Mit einem Gesichtsausdruck der alleine schon töten konnte, wandte sie sich wieder den Männern zu, welche augenblicklich zurückschreckten. „So, du schaffst erstmal den Müll raus ..“ dabei zeigte sie auf einen der umstehenden und danach auf den Leblosen. „...du machst die Fenster auf … und der Rest … raus mit euch Gesindel oder muss ich erst noch nachhelfen?“ Zweimal ließ sie ihr Katana die Dunstschicht durchschneiden und schaute sich im Gastraum um. Zum großen Unglück Ryokos musste sie nicht nachhelfen, denn alles sprang schreckhaft auf und drängte aus der Tür. Einige nahmen sogar die endlich geöffneten Fenster als Ausgang in Anspruch.
Die Schwarzhaarige war durchaus zufrieden mit ihrer Wirkung auf andere, insbesondere auf die bei den Männern. Nun war ihre Seele wieder beruhigt, sie hatte ein bisschen Aufmerksamkeit genossen und konnte sich nun endlich ihrem Essen widmen. Ihr Schwert ließ sie wieder in die dafür vorgesehene Halterung gleiten und ging zurück zum demolierten Tresen. Als sie Hano etwas verstört mit den beiden Teller stehen sah, erklärte sie sich uneigennützig dazu bereit, ihn aus seinem Schock zu holen. „Glotz nicht so alter Mann, gib uns lieber das Essen!“ forderte sie ihn harsch auf.
„Äh … natürlich, natürlich ...“ rasch stellte er also die Teller und die Gläser ab und beantwortete zusätzlich auch noch die Frage Yumis. „Das ist unser Spezialgericht, von meiner Frau höchst selbst zubereitet und nur mit den besten Zutaten versehen und ...“ „Mit anderen Worten, es ist das einzige, dass man hier zu sich nehmen sollte. Im Prinzip ist es Fleisch, mit Fleisch und Fleisch in einer leckeren Sauce. Genau das richtige um sich zu stärken.“ Da war es wieder, dieses entzückende Lächeln, welches Ryokos Seelenheil symbolisierte. Sie konnte mit Niemanden lange schmollen, schon gar nicht wenn es etwas zu essen gab. Der alte Lüstling kam natürlich nicht umhin die beiden Schönheiten noch einmal eindringlich zu mustern. „Lass uns allein Perversling oder soll ich deine Frau zur Witwe machen?“ fragte die ehemalige Takigakure Kunoichi mit einem freundlich zynischen Unterton. „Ich bin schon weg, werte Kana, wir wollen doch nicht noch einen Streit vom Zaun brech ...“ lamentierte er unterwürfig und beschwichtigend. „GEH!“ Ryoko stand auf, schrie ihn an und schlug zusätzlich auf den Tresen, welcher nun noch weiter einriss.
Mit einem Satz war der dicke Alte in der Küche und schlug die Tür zu. „Endlich Ruhe!“ seufzte sie, nahm wieder Platz, das Besteck nebenbei auf und konzentrierte sich auf ihren Teller. „Na dann einen guten Appetit!“ Selbstverständlich fing sie schon an, wozu auch noch mehr Zeit vergeuden?
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Sa 23 Okt 2010, 12:23

Ach was eine schöne Vorstellung das sie der Schwarzhaarigen immer sympathischer wurde. Vielleicht würden sie das nächste Mal darüber reden wen sie als nächstes umbringen. Für Gesprächsstoff war dann wenigstens gesorgt. Schade nur das Yumiko selten in Tötungslaune war. Während Yumi sich schon wieder dem Tresen und dem Essen zugewandt hatte sorgte Ryoko im Hintergrund dafür dass die Befehle ordentlich ausgeführt wurden. So zumindest hörte es sich an. Einer der Männer wurde abbestellt den Müll, ohne hinzusehen konnte man ahnen dass es sich hierbei um organischen Abfall handelte, hinauszubringen. Eine weitere Person musste dann die Fenster öffnen. Der ganze Rest… durfte sofort gehen. Viel mehr sollte er… leider gehorchten auch alle brav, denn nachdem es heute schon einen Toten gab hatte keiner Lust auszuprobieren was passieren würde wenn sie nicht exakt das befolgen würden was man ihnen sagte. So ein Leichenberg wäre schon eindrucksvoll gewesen… allerdings wahrscheinlich auch viel zu auffällig also war die Weißblonde mit der Situation so wie sie im Moment war relativ zufrieden. Frische Luft strömte herein… viel wichtiger: Das Gasgemisch im Raum das man fälschlicherweise als Luft bezeichnet hatte verließ den Raum zum Großteil, und es erwartete sie ein Essen das viel besser aussah als man es hier erwarten konnte Nun… aber noch hatte man ihr das Essen noch nicht gereicht und das störte sie zugegebenermaßen. Da war es nun so nah und sie sollte es nicht bekommen? Nur weil sie einen Mann umgebracht hatte. Dabei hatte der Dicke gar nichts zu befürchten, außer er würde versuchen Yumiko einzusperren. Dann nämlich könnte man seine Überreste vom Boden kratzen… falls man denn noch welche fand. Zum Glück spielte Ryoko dann auch zugleich Ärztin und heilte den Mann von seiner temporären Lähmung. Gut so. So stand nun der Teller vor Yumi und außerdem auch ein Glas mit einer klaren Flüssigkeit. Augenscheinlich war es das was man Wasser nannte und es schien ihr unerwartet unverschmutzt. Dieser Laden war für Überraschungen gut. Der Wirt setzte dann zu einer Erklärung an um was es sich handelte, holte dabei ein wenig sehr weit aus und wurde von der ehemaligen Alphard unterbrochen die eine weitaus befriedigendere Antwort gab. Es war also Fleisch in Soße. Gott das hatte lang gebraucht um das zu erklären. Selbst die Antwort der ehemaligen Kunoichi aus Takigakure war wieder unnötig lang ausgefallen. Es war aber noch im erträglichen Maße. Gerade als Yumi sich daran machen wollte das Essen zu probieren erhob Ryo das Wort und schickte den alten Mann weg, der sie scheinbar wohl noch betrachtet hatte. Etwas was Yumiko nichts ausmachte und auch gar nicht mehr wirklich bemerkte. Ebenso verwunderlich war es das die etwas Kleinere sich daran störte. So selbst- und körperverliebt wie sie doch war. Der Name jedoch mit dem der kleine Fettwanst die junge Frau ansprach war durchaus interessant. Kana war nun etwas vollkommen Neues und so langsam fragte sich Yumiko warum zum Teufel die Schwarzhaarige sich so viele Pseudonyme zugelegt hatte. Immerhin war sie laut eigener Aussage erst seit gestern wirklich eine Kriminelle. Und das auch nur des unteren Grades. Nun verlor aber leider Ryoko die Geduld und schlug auch noch auf den Tresen. Eine Aktion mit der sie Yumi beinahe das ganze Essen verwässert hätte, denn nur die Tatsache dass sie so etwas ahnte ließ sie rechtzeitig nach ihrem Glas greifen. Immerhin hatte Ryo das gewünschte Ziel erreicht und setzte sich somit schnell wieder auf ihren Platz und wünschte einen guten Appetit. Ohne etwas zu erwidern probierte die Weißblonde von dem Fleisch und musste feststellen dass es tatsächlich gut schmeckte. So konnte sie also auch wirklich essen. “Du solltest dein Temperament etwas zügeln… wenn du so weitermachst wirst du nicht mal ein Jahr aushalten ohne erwischt zu werden“ bemerkte sie dabei beiläufig und in vollkommen sachlichem Ton.

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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Sa 23 Okt 2010, 16:46

Fleisch. Genau das was sie gebraucht hatte. Es gab doch wirklich nichts besseres. Demzufolge ließ es sich Ryoko auch sehr gut schmecken, auch wenn sie in einer sehr schnellen Geschwindigkeit aß. Eine alte Angewohnheit bei so vielen Familienmitgliedern. Wenn man nicht flink genug war, musste man damit rechnen, dass plötzlich auch Andere von seinem Teller mit aßen. Keine schöne Vorstellung. Aber diese Zeit war lang vorbei und Yumi würde ihr sicher nichts weg essen wollen, zumindest hoffte sie das. Als sie nach nicht mal 2 Minuten fertig war, konnte sie auch auf die Feststellung der Hiruma eingehen. „Keine Sorge. Ich mach das nicht zum ersten Mal. Man kennt mich, vielmehr verschiedene Ichs von mir.“ Nach diesen Worten griff sie zu ihrem Glas und trank es in einem Zug leer. Offenbar hat hinter der Tür genau Jemand auf diesen Kasus gewartet, denn hinter den Tresen traten jetzt zwei, nennen wir sie leichtbekleidete Bedienungen und schenkten Ryoko auch schon nach.
„Ah Anzu und Chizu! Sollt ihr uns beschwichtigen?“ Ryoko schüttelte amüsiert den Kopf und drehte diesen dann Richtung der Weißblonden. „Wenn ich vorstellen darf: Die Töchter Hanos, dürfen ab und an ihre Körper verkaufen, damit der Alte seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Du kannst mit ihnen tun und lassen was du willst, sie sind jetzt dein „Eigentum“.“ Kaum hatte die Nanikami ausgeredet schmiegte sich auch schon Anzu ganz nah an sie heran. "Aber Kana-chan, wir verkaufen uns doch nicht, wir tun nur was fürs Geschäft.“ Ehe sich die Jounin versehen konnte, hatte das unverschämte Gör ihre Hände dort, wo sie für ein anständiges Mädchen sicher nicht hingehörten und Ryoko machte keinerlei Anstalten ihr das zu verbieten. Sie selbst fasste sie jedoch nicht an, dafür wusste sie gut genug, dass die beiden Süßen mehr als hochgradig minderjährig waren. Spätestens im nächsten Jahr würde der gewissenlose Wirt diese Schätze an den bestzahlenden Luden abgeben – eine abartige Vorstellung, aber so lief das nun mal und keiner konnte sich gegen diesen Lauf der Dinge wehren. Schon gar nicht, als Mädchen ohne wirkliche Talente, außer dieser einen unschönen Sache.
„Sei nicht mehr böse Kana-chan … ich kann dich bestimmt mit irgendwas aufheitern ...“ während das rosahaarige Mädchen sich also Ryoko vornahm, wurde Yumiko durch die mit langen türkisen Haaren ausgestattete Chizu becirct.
Sie stellte sich vor die Weißblonde und fing an ihr Gesicht zu tätscheln. „Du bist ja unglaublich hübsch … Hast du auch einen Namen? Ich bin Chizu und will Dir ein wenig den Abend versüßen. Was magst du gern? Möchtest du noch etwas trinken oder willst du vielleicht eine Massage oder ein schönes warmes Bad? Du siehst verspannt aus und man kann doch so eine schöne Frau nicht mit ihren Verspannungen alleine lassen …“ Mit einer zuckersüßen Stimme fragte sie ihre Standardfragen ab und rückte Yumiko dabei unbewusst ihre nicht gerade kleinen Brüste immer näher an den Körper. Während Ryoko rein gar nichts unternahm, was würde wohl im Gegenzug die Größere tun?




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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Sa 23 Okt 2010, 23:55

Ja es war Fleisch. Das konnte man selbst am Geschmack erkennen. Was eine erfreuliche Sache war war die Tatsache dass es sich auch noch um äußerst gut zubereitetes Fleisch handelte. Selbst wenn es zuerst so aussah als hätte man es einfach in Soße geworfen und gesehen was dabei herauskommt. Fleisch in Soße schien die erstaunliche Antwort. Yumiko genoss ihr Essen sehr denn immerhin war es schon länger her dass sie so speisen konnte. In relativ angenehmer Gesellschaft, in einem Raum mit vier Wänden… und mit aller Ruhe. Diese Ruhe schien ihrer Gesellschaft allerdings zu fehlen, denn Ryo aß mit einer Geschwindigkeit die man beim besten Willen nur als Versuch der Inhalation ansehen konnte. Es war schon beinahe faszinierend wie schnell man essen konnte und während die Weißblonde versuchte die Zeit die die Kleinere zum essen brauchte abzuschätzen erhöhte sie unbewusst ihr eigenes Tempo ebenfalls. Wobei sie nicht annähernd eine solche Geschwindigkeit wie die Frau mit den schwarzen Haaren erreichte. Eineinhalb bis zweieinhalb Minuten. Das war die Schützung der ehemaligen Kumo-Kunoichi und sie war sich ziemlich sicher dass sie damit nicht wirklich falsch lag. Nach dieser beeindruckenden Vorstellung jedoch bewies Kana, wie sie hier so schön genannt wurde, wie äußerst dumm und unerfahren mit dem Leben als freier Ex-Shinobi sie war. Immerhin war nicht sie es die das ganze schon seit einem ganzen Jahr schaffte…Der Großteil davon auch nur in der Nähe des ursprünglichen Dorfes. Sie seufzte leise und steckte sich das letzte Stück Fleisch in den Mund als zwei Gestalten in ihr Sichtfeld gerieten die dort nicht hingehörten. Um es genauer zu sagen waren sie nur einfach aufgetaucht. Davon abgesehen dass sie leicht bekleidet waren, zu leicht bei dieser widerwärtigen Stammkundschaft, waren es… Mädchen? Ryoko erklärte sich zum Glück auch gleich bereit zu erklären wer die beiden waren… und wozu sie hier waren. Im Prinzip kümmerte sich Yumiko nicht um Moral oder ähnliche Dinge doch bei dem Wort „Eigentum“ legte sich in ihrem Kopf ein Schalter um. Nur mit Müh und Not konnte sie dem Drang widerstehen über den Tresen zu springen und den Wirt auszuschalten. Das wäre wirklich kein Problem gewesen. Vollkommen ihrer Aufgabe entsprechend redeten die Beiden, viel mehr eine der Beiden schön. Dabei versuchte sie Ryoko zu bezirzen was augenscheinlich nicht wirklich irgendetwas brachte. Lange gab sich aber nicht die Gelegenheit den beiden zuzusehen, denn sogleich drängte sich das zweite Mädchen auf. Weniger war es das Alter des Mädchens oder Moral was Yumiko davon abhielt etwas Dummes zu tun. Viel mehr lag es daran das sie für heute genug körperliche Zuwendung dieser Art hatte… zumindest um sich nicht auf so etwas einzulassen und zum anderen klang das bösartige Echo des Wortes „Eigentum“ in ihrem Kopf. Nur am Rande bekam sie die Fragen des Mädchens mit den türkisen Haaren mit als sie diese von sich schob und erhob. “Mein Name ist Hiruma Yumiko Suzuna!“ mit einem einzige Satz war sie über den Tresen gesprungen. “Und ich bin nicht verspannt, sondern extrem gereizt!“ Während sie auf die Tür die zur Küche führte zuging zog sie eines der bekannten Explosionstags aus der Tasche. “Sobald ich wiederkomme dürft ihr euch Halbwaisen nennen…“ Sie befestigte es an der hölzernen Tür. “Und wer versucht mich aufzuhalten ist kein Waise, dafür aber tot!“ sagte sie mit einem freundlichen Lächeln, aber die ganze Zeit immer noch mit dem mühsam unterdrücktem Zorn und dem Willen zum töten in der Stimme. Mit einer Wucht wie man es von ihr nicht erwarten konnte riss sie die Tür auf und hinter sich schmiss sie diese auch wieder zu. Zu ihrem Glück und seinem Pech stand der dicke Mann auch alleine in der Küche. Er öffnete den Mund, wahrscheinlich um sich über die Anwesenheit der jungen Frau zu beschweren als eine der noch heißen Bratpfannen seinen Satz schnell beendeten und es in Schmerzschreie übergehen ließ. Ein gut gezieltes Knie in den Aufenthaltsort potenzieller Nachkommen sorgte für einen weiteren Aufschrei und ein leichtes Einsacken des Mannes. Ohne ein Wort oder die Miene zu verziehen griff Yumiko nach dem Kopf der widerlichen Kreatur und schleuderte ihn gegen eine der Bodennahen Schranktüren, die dabei einen ansehnlichen Schaden davontrug. Da der Mann für einen Moment regungslos war, wartete Yumi ob er nicht tot sei, als auch schon beinahe ein Messer sie erwischt hätte. In einem solchen Zustand jedoch eine ausgebildete Kunoichi anzugreifen war schon mehr als Optimismus. Von der Decke blickte ein unbarmherziges Augenpaar auf den Wirt herab. Von dieser ließ sich die ehemalige Jonin auch wieder fallen, drehte sich in der Luft wieder und trat dem Wirt auf die Hand, die die Klinge führte. Ohne einen Moment Verzögerung griff sich Yumiko einen der Töpfe in denen etwas kochte und schüttete es dem Idioten über den Kopf, auch hier wieder Schreie, doch noch lange war die Weißblonde nicht am Ende. Die heiße Metallboden des Topfes wurde dem Mann ins Gesicht gedrückt. Ein andauernder Schrei versicherte jedem in Hörweite das es nicht besonders angenehm war heißes Metall aufs Auge gedrückt zu bekommen… und umliegendes Gesichtsgebiet. Durch einen Ruck befreite der Wirt seinen Arm wieder, griff nach seinem Messer und… erst als Yumiko wieder von ihrer Deckung aus dem anderen Ende der Küche auftstand wurde ihr bewusst das der Angriff nicht ihr galt sondern der Mann sein Leben beendet hatte bevor die wahnsinnige Frau ihn noch mehr antun konnte… eine wohl überlegte Entscheidung, denn fertig war sie noch lange nicht. Aber befriedigend war dieser, sich nicht mehr im besten zustand befindender, Leichnam doch schon. Mit einem zufriedenen Lächeln trat sie aus der Tür und entfernte erst einmal ihr Kibakufuda bevor sie sich anderen Dingen, sprich den anderen weiblichen Wesen im Raum zuwandte.
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Sa 30 Okt 2010, 09:37

Chizu sah der flinken Hiruma nur mit einem ungläubigen Ausdruck und einem offenen Mund, auf ihrem Weg zur Küche nach. Als diese in eben jener verschwunden war, stürzte sie sich sogleich auf die sitzende Ryoko, fasste sie an der Schulter, schüttelte sie und fragte mehrere Male Angst erfüllt hintereinander: „Was geschieht hier bloß?“ Die rosahaarige Anzu klammerte sich an der Jounin anderen Arm und fragte ebenso panisch: „Deine Freundin wird doch nur mit ihm reden oder? Sie wird ihm nichts tun oder?“ Zu ihrem Unglück wusste es die Missing sehr viel besser als die zwei einfältigen Mädchen. Sie hatte ihn gesehen, ja fast gespürt diesen Zorn, den nichts besser abkühlen konnte als ein kleiner Mord. Und Yumiko sah nicht gerade so aus, als wenn sie Gnade walten lassen würde, wie sie es bei dem anderen Abschaum getan hatte. Obwohl sich die Schwarzhaarige vor einigen Monaten selbst geschworen hatte, nicht mehr so leichtfertig Leben auszulöschen und ihre unverwechselbar sadistische Ader ein wenig zu bremsen, war sie sofort wieder Feuer und Flamme, es der Größeren gleichzutun. Am besten jetzt gleich, Das war schon immer ihre größte Schwäche, nie konnte sie lange konsequent mit sich bleiben. Einmal hatte sie das bisher geschafft, doch immer noch verfolgte sie diese Entscheidung in ihren Träumen. Tag und Nacht. Melancholie ergriff sie bei dem bloßen Gedanken daran und ungezähmte Wut. Die ersten Schreie und unüberhörbaren Kampfgeräusche drangen aus der Küche in den Gastraum. Die Mädchen fingen an zu kreischen und schmiegten sich enger an die vermeintliche Kana an. Diese schenkte ihnen ein mitleidiges Lächeln und bot die einzige Hilfe an, welche sie ihnen im Moment geben hätte können. Sie legte ihre Arme um die Schultern der beiden Leichtbekleideten, ihre Finger wanderten zielsicher an den Hals. „Ihr armen Schätze, trauert nicht um diesen Drecksack, ihr seid jetzt frei.“ Bevor auch nur ein Widerwort von den Gören kommen konnte, drückte Ryoko zu – und sie fielen leblos in sich zusammen. Zumindest schienen sie das auf den ersten Blick, in Wahrheit hatte sie nur die Blutzufuhr zu ihrem Gehirn so stark minimiert, dass sie bewusstlos wurden. Den Tod hatten die beiden Mädels nun wirklich nicht verdient und vielleicht fiel Yumi noch eine Aufgabe für sie ein. Die Schwarzhaarige erhob sich von ihrem Stuhl und wollte der Weißblonden gerade etwas Gesellschaft in der Küche leisten, als sie Jemand ansprach. „Ryoko. Du wirst wirklich von Jahr zu Jahr schöner. Kenji würde das sicher sehr gefallen.“ Eine hochgewachsene, schlanke, blasse Braunhaarige trat durch die geöffnete Tür aus der Nacht heraus ein.
Überrascht wandte sich die ehemalige Jounin zu der Fremden um. Niemand sollte hier ihren wahren Namen kennen können, schon gar keine Person welche sie selbst nicht kannte! Mit verschränkten Armen musterte sie die Frau. „ Ich kann mich nicht erinnern dich schon mal gesehen zu haben, also woher kennst du meinen Namen?“ Die Brünette fing an zu lachen. „Eigentlich kenne ich dich nicht, aber Kenji hat mir soviel von Dir erzählt und ich habe dich auf so vielen Bildern gesehen, dass ich dich gut wiedererkenne. Arme Ryoko, wie naiv du doch bist, aber das ist wohl in deinem Alter normal. Dennoch hattest du ein bemerkenswertes Gespür damals … als ich ihn verführte. Und dabei hast du uns noch nicht einmal erwischt! Bravo!“ Wieder wurde sie von einem Lachanfall übermannt. Hasserfüllt sah sie diese Frau an, die nichts besonderes an sich hatte, außer ihrem Hohn. Doch die Taki-nin blieb erstaunlich ruhig und besonnen. Sie wollte noch ein wenig mehr von ihrem Hass kosten, diesem mächtigen Gefühl, dass sie so lange schon unterdrückt hielt.
„Es ist lang vergessen ...“ Diese Lüge, diese wenigen Worten schmerzten sie mehr, als es jeder physische Angriff hätte tun können. „ … es interessiert mich nicht mehr.“ Die Beherrschung welche sie aufbringen musste, um sich nicht auf sie zu stürzen war enorm, doch sie blieb an Ort und Stelle, zwischen den bewusstlosen Mädchen stehen. Immer panischere Schreie kamen aus der Küche. Auch ohne ihn zu sehen, konnte man ahnen, dass es ein Todeskampf war. Die Brünette deutete auf die verschlossene Küchentür während sie ihren Kopf schüttelte und nahe dran war, wieder hysterisch zu lachen. „Hoffentlich bringt die Kleine den Scheißkerl um, für die beträchtliche Summe die er mir hinterlässt, hat es sich gelohnt die Beine … was ist mit den zwei Zicken? Sind sie tot? Wenn nicht, solls mir auch recht sein, sie werden arbeiten für ihre liebe Stiefmutter … Weißt du eigentlich wie sehr Kenji dich geliebt hat?“ Jetzt bewegte sich diese falsche Schlange auf Ryoko zu, kam kurz vor ihr zum stehen. „Er hat dich so sehr geliebt, dass er mich nicht mehr beachtet hat. Immer zu hat er nur von Dir gesprochen. Wie toll, wie überwältigend du warst, wie Niemand dich ersetzen könnte. Dieses Gequatsche hat mich krank gemacht. DU hast mich krank gemacht. Und das du dich ausgerechnet hierhin verirrt hast, sagt mir, dass meine Taten mehr als gerechtfertigt sind.“ Unsanft packte die Brünette Ryoko an den Haaren und schrie sie an. „WENN DU NICHT MEHR BIST, WERDE ICH IHN ENDLICH WIEDER FÜR MICH ALLEIN HABEN!“ Mit dem Handrücken der anderen Hand schlug sie der Schwarzhaarigen ins Gesicht, so fest, dass ihre zarten Kapillaren in der Oberlippe aufplatzten. Es war schon beinahe unheimlich, wie besonnen die sonst so aufbrausende Ryoko blieb. Mit einem selbstgefälligen Schmunzeln blickte sie die Verrückte vor sich an. „LASS DIESES DRECKIGE GRINSEN!“ schrie sie weiter, schlug sie erneut und schaffte es diesmal sogar ihre Nase zum Bluten zu bringen. Die gute Frau war schon sichtlich außer Atem, zückte jedoch ein spitzes kleines Stilett aus ihrer Schürze.
Selbstverständlich bemerkte die Jounin dieses dilettantische Vorgehen, und auch das Yumiko hinter ihr stand fühlte sie.
„Kenji würde niemals Jemanden wie dich lieben. Du bist einfach unwürdig in jeglicher Hinsicht. Und nun muss ich dich leider zum Schweigen bringen, denn Niemand kennt einfach nur so meinen Namen.“ sagte Ryoko gelassen und sie hatte ihr letztes Wort nicht einmal mehr zu Ende gesprochen als die Brünette zu stach, direkt auf das Herz der Missing. Und die Schwarzhaarige tat das, was sie in diesem Moment am nötigsten brauchte, jedoch äußerst nachteilig für sie selbst war – sie fasste mit ihrer linken Hand genau in die Klinge, sodass ihre Handfläche und ihr Handrücken komplett durchbohrt wurden. Mit dieser Hand, hielt sie die Hand ihrer Angreiferin in Schach. Schmerz um ihren inneren Schmerz zu besänftigen. „Du kannst mich nicht besiegen, wenn du nur von deinem Hass angetrieben wirst … ganz davon abgesehen, dass du sonst auch keine Chance gegen mich gehabt hättest … Halt Dir die Ohren zu Yumiko!“ Nach dieser Beurteilung und freundlichen Aufforderung, begann Ryoko die Melodie eines sehr bekannten Kinderliedes vor sich her zu summen. „WAS TUST DU DA DU MISTSTÜCK? Hör auf zu singen, kämpf' lieber mit mir!“ krakeelte die Brünette noch ein letztes Mal, bevor ihr Geist in vollkommen andere Sphären abdriftete. Das Matuta: Mugen Onsa war genau das Jutsu was sie verdient hatte und besonders genug tuend für Ryoko, war es doch Kenji, der ihr das beigebracht hatte. Der Körper der psychisch labilen Frau sackte in sich zusammen, ließ jedoch das Messer nicht los und entfernte es bei dieser Gelegenheit auch gleich aus der Hand ihrer Peinigerin. Diese Tatsache entlockte ihr lediglich ein kleines Murren. Der Körper der auf dem Boden liegenden Frau zuckte unkontrolliert, musste sie doch gerade eine vermeintliche Tortur erleiden, welche weniger schön vorzustellen war. Doch die hier als Kana bekannte, zeigte Erbarmen mit der Durchgeknallten und ließ ihr Katana nun auf ihre Herzgegend fallen. Ein sehr sanfter Todeskampf, für Ryokos Verhältnisse. „Puh ...“ Jetzt über ihre Tat nachzudenken war der falsche Augenblick, vorerst musste ihre Wunde versorgt werden. Sich langsam zu Yumiko umdrehend, schaute sie noch einmal zu den Schlafenden, für welche sie noch immer keine Lösung für die Zukunft gefunden hatte. Hier bleiben konnten sie nicht, soviel war klar. Sie zu töten, war ebenfalls noch nicht der Weisheit letzter Schluß, sie brauchte noch ein wenig mehr Zeit zum nachdenken.
„Könntest du mir bitte den Whiskey reichen?“ Wunden zu desinfizieren war eine lästige Angelegenheit, doch wenn Ryoko selbst so unvorsichtig war, musste sie da jetzt eben durch.

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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   So 31 Okt 2010, 12:41

Nun aber ein wenig anders sah es schon aus. Yumiko war sich ziemlich sicher das als sie den Raum verlassen hatte dass noch zwei gut aussehende junge Mädchen waren. Und Ryoko natürlich. Diese konnte man weniger als Mädchen bezeichnen. Nun ja dafür war sie noch da. Im Gegensatz zu den Mädchen. Und sie hatte eine dafür Gesellschaft. Eher unangenehm wenn man Yumi fragte. Außer in Ryokos Kreisen war es normal das man sich anschrie und durch Schläge ins Gesicht Blut zum fließen brachte. Für die Kunoichi aus Kumogakure gab es jedoch keinen Grund einzugreifen. So wie sie es einschätzen konnte war die Schwarzhaarige in dieser kleinen Auseinandersetzung mehr als im Vorteil. Das war auch der Hauptgrund warum sie sich gegen die Tür lehnte und einfach zusah. Bisher schien sich die angebliche Kana ja zurückgehalten, denn nur sie wies Verletzungen auf… äußerlich. Die Weißblonde bezweifelte jedoch das das noch lange so bleiben würde. Endlich öffnete zum ersten Mal seit die Missing zurückgekehrt war den Mund. In diesem Fall ging es um irgendeinen Kenji, Liebe und das niemand einfach so Ryos Namen kannte. Da sollte sich Yumi wohl glücklich schätzen das sie den Namen nicht einfach so kannte. Sondern… was auch immer sie davor schützte sich gegen ihren Schutz wehren zu müssen. Davon abgesehen war die nächste Aktion der Schwarzhaarigen ziemlich blutig und… es wirkte beinahe so als würde sie es nur machen um Eindruck zu schinden. Es war ja auch sooo cool sich die Hand durchstechen zu lassen. Auch die folgende Ansprache war alles andere als passend. So was sollte man nur sagen wenn man ein Meister war. Einer der bald sterben würde, weil er von seinem eigenen Schüler umgebracht wird. Nur der Punkt dass die andere wohl sowieso keine Chance hatte war richtig. Ach und der Rat sich die Ohren zuzuhalten. Den befolgte Yumi lieber. Vor allem da sie von den Genjutsufähigkeiten der Kleineren wusste. Darauf konnte sie wirklich verzichten. Sie sah wie Ryo noch irgendwas sagte und das brünette Opfer etwas schrie. Kurz darauf war sie auch schon aus dem Blickfeld von Yumiko verschwunden. Immerhin konnte sie Dinge die so dicht vor dem Tresen lagen nicht sehen. Ganz gut sehen konnte sie jedoch wie Alphard ihr den Todesstoß gab. Zumindest überhaupt noch einen Stoß mit dem Schwert. Damit war auch definitiv Entwarnung und die ehemalige Kumo-Nin nahm die Hände von den Ohren. Mit langsamen Schritten ging sie hinüber zum Tresen und beugte sich etwas vor. Ja definitiv die Frau war tot. Und da waren auch die beiden Mädchen. Diese schienen noch zu leben. Noch war hierbei das entscheidende Wort. Denn NOCH hatte Yumi auch nicht über ihr Schicksal entschieden. Da sprach die Mörderin der Brünetten sie auch schon an. Whisky wollte sie haben. Wahrscheinlich eher um die Wunde zu versorgen und nicht als Genussmittel. Vielleicht auch erst das eine dann das andere. Schnell griff die Blonde nach einer der Flaschen und reichte sie dann ihrer Partnerin. Anschließend setzte sie sich auf den Tresen und sah auf die Mädchen herab. “Und was machen wir jetzt mit den Beiden? Ich finde nicht dass sie den Tod verdient haben, aber sie kennen meinen Namen und nach dem ganzen Zirkus den wir hier veranstaltet haben kann ich sie auch nicht einfach laufen lassen…. Sie seufzte und drehte sich ohne eine Antwort abzuwarten wieder um. Sie hatte sowieso eher mit sich selber gesprochen. Ihre Schritte lenkten sie zurück in die Küche und zur Leiche des Wirtes. Sie beugte sich herunter und hatte auch schnell das in der Hand was sie suchte. Mit dem Schlüsselbund in der Hand kehrte sie wieder zurück. “Ich denke du wirst nichts dagegen haben die Nacht hier zu verbringen, hm?“ fragte sie die junge Frau aus Taki. Auch wenn es wohl mehr als klar war das sie dagegen nichts einzuwenden hatte.

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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   So 31 Okt 2010, 15:32

„Danke.“ sagte sie, griff nach der Whiskey Flasche, schraubte diese auf und kippte sich den klaren hochprozentigen Alkohol über die linke Hand. Das dieses Unterfangen nicht gerade zu den angenehmsten des Lebens gehörte, konnte man an ihrem zerknirschten Gesichtsausdruck der Schwarzhaarigen sehen. Nur an diesem, denn kein Laut kam über ihre Lippen. Doch neben dem reinigenden Schmerz, spürte die Schwarzhaarige noch etwas anderes, was jedoch geflissentlich ignoriert wurde, frei nach dem Motto „Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“
Die Hiruma sprach ihre Gedanken laut aus und kann zu keiner anderen Erkenntnis als Ryoko. Das war ein Problem, denn irgendwelche hysterischen und plappernden Gören konnten sie nicht gebrauchen. Im Notfall musste sie so dreist sein und sie in die Obhut ihrer Schwester in Suna geben.
Die Flasche zurück auf den Tresen stellend drehte sie sich wieder zu der Toten um und zog ihr Katana aus dem kühler werdenden Fleisch. Während sie das tat spürte sie einen stechenden Schmerz in der Herzgegend, welcher sie um Atem ringen ließ und dazu führte, dass sie sich hin knien musste. Zu ihrem Vorteil sah das Yumi nicht, da sie gerade in die Küche gegangen war. So würde es einfach so aussehen als wenn sich die Nanikami nur hingekniet hatte, um das Blut von der Klinge an der Schürze abzuwischen, was sie auch tat, als Yumi wieder in den Gastraum kam. Allein diese neuerliche Bewegung führte zu einem Schwindelanfall der es in sich hatte und Ryoko sich nur mit viel Mühe in der Gebeugten halten konnte, um nicht umzufallen. Nur leider bemerkte sie dadurch auch, dass sie wohl ohne Hilfe nicht mehr so schnell in die Vertikale kommen konnte
„Verdammte Scheiße ...“ dachte sie nur genervt, ließ ihr Schwert neben sich sinken und stellte beide Hände auf den Boden auf. „Wie recht du damit hast, dass ich hier bleiben will – die Schlange hat ihren süßen kleinen Dolch anscheinend vorher in Gift getaucht.“ gab sie ein wenig gequält von sich. Die Dosis schien nicht besonders stark zu sein, doch es genügte um Ryoko die nächsten Stunden unschön außer Gefecht zu setzen. Aus der Traum von der Nachtwanderung durch die Wüste. Die Schwarzhaarige ärgerte sich maßlos über ihre Unvorsichtigkeit. Warum zum Teufel musste sie auch in den Dolch fassen, wo sie ihn der Brünetten doch ganz einfach hätte entreißen können? Soviel Dummheit musste ja auch einfach bestraft werden. Fragte sich nur, wer nun wirklich die Bestrafte war: Yumiko oder sie selbst … ?
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Hiruma Yumiko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   So 31 Okt 2010, 18:30

Wo man gerade mit Ryoko sprach. Wo war sie überhaupt. Ein weiterer Blick über den Tresen verriet dass dieser jetzt auch den Blick auf die Schwarzhaarige genommen hatte und sie am Boden hockte. Augenscheinlich hatte sie an der Leiche der Brünetten ihr Schwert gesäubert. Nur das sie nicht aufstand… war etwas ungewöhnlich. Als sie ihr Schwert auf den Boden legte und die Hände auf den Boden stemmte erklärte sie auch gleich warum. Selbst also wenn sie nicht hier bleiben wollte musste sie es tun. Das kam eben davon wenn man zuviel Eindruck schinden wollte und einen Angriff einfach so abfing. Auch wenn sie sich bemühte konnte sie Yumiko ein kurzes Kichern nicht verkneifen. Bis ihr einfiel das das hieß dass sie sich vorerst um 3 Personen kümmern musste wenn sie die Drei nicht einfach hier rum liegen lassen wollte. Sie seufzte und sprang über den Tresen. Sie landete dabei auf der Hand der Toten. Was sie weniger störte… und die Tote wohl überhaupt nicht. “Blöde Kuh!“ meinte sie zu der Giftmischerin und begleitete diese Worte mit einem Tritt gegen den Kopf. Dann setzte sie ihren Weg zum Eingang fort, suchte kurz nach dem passenden Schlüssel und verschloss die Tür. Dann kehrte sie zurück zu ihrer Truppe von Pflegefällen. “Komm ich helf dir… du musst mich nur zum besten Zimmer dirigieren!“ sagte sie mit einem Grinsen zur jungen Frau aus Taki und half ihr anschließend auf die Beine. Als sie nun aber kurz stand, stellte Yumiko fest das das auch noch nicht das Wahre war. So würden sie bestimmt nicht zu dem Zimmer kommen… und schon gar nicht die Treppen hoch. Das bedeutete im Klartext das Yumiko sie tragen musste. Was sie natürlich auch tat, es war nur eben nicht die leichteste Aufgabe für die körperlich eher schwache Yumiko. Hätte Ryo Zwei Kilo mehr auf den Rippen gehabt hätte sie dort vor dem Tresen schlafen müssen. So allerdings konnte Yumiko sie noch nach oben bringen ohne der Vergifteten das Gefühl zu geben sie sei zu fett. Warum die Kunoichi aus Taki jedoch auf das Zimmer ganz hinten rechts bestand konnte sich Suzuna nicht erklären. Entweder machte es ihr Spaß getragen zu werden oder sie hatte einfach Spaß daran Yumi tragen zu lassen. Vielleicht war es auch Beides. Wie dem auch sei das Ziel war schnell erreicht und als die Weißblonde die Tür aufstieß war sie ernsthaft erstaunt. Manchmal hatte sie das Gefühl dieses Haus wollte sie verarschen. Wunderschönes dunkles Parkett und getäfelte Wände machten diesen Raum aus. Dazu ein großes Bett, zwei Bettvorleger, ein Schrank und Kerzen. Also eher schlicht aber unglaublich schön. Und in guten Zustand. Zum Wohle ihrer Nerven beschloss Yumi jedoch sich jetzt nicht darüber aufzuregen und legte Ryo ins Bett. “Einen Moment…“ war dann die kurze Ansage und sie begab sich wieder nach unten. Dort holte sie die erste der beiden Schwestern und schleppte sie ins Zimmer neben dem von Ryoko, Kurz danach folgte die Zweite. Als beide im Bett lagen vergewisserte sich die Weißblonde noch einmal das beide atmeten und eine relativ normale Temperatur aufwiesen. Dann verschloß sie das Fenster und beim verlassen des Raumes auch die Tür. So würden sie nicht unbemerkt verschwinden können. Etwas was ihre Überlebenschancen um einiges erhöhte. Dann betrat sie wieder das Zimmer in dem Ryo auf dem Bett lag, schloss die Tür und verschloss diese auch. Rein aus einer Gewohnheit möglichst viel hinter einem zu verschließen. Ein verschlossener Raum strahlte für sie einfach mehr Sicherheit aus. Und die brauchte sie gerade auch. Sicherheit dass nicht jeden Moment etwas Krankes passieren würde. Davon hatte sie heute genug gesehen. Unter anderem eine brünette Frau mit einem vergifteten Dolch. Wieder lenkten ihre Schritte sie zur Bettseite der Frau mit den vielen Namen und Yumi half ihr beim entkleiden. Ein wenig hatte die Situation etwas vom heutigen Morgen… mit dem Unterschied das es kein Bett gab, kein Zimmer, keine Sicherheit und vor allem das am Morgen ganz andere Gedanken die junge Ex-Jonin angetrieben hatten. So kam es dazu dass sie sich anschließen ihrer Kleider entledigte und die andere Hälfte des Bettes besetzte. Ein wenig seltsam war das Gefühl mit einer anderen Person im Bett zu liegen schon. Hatte sie seit Kindestagen nicht mehr getan. Von daher wusste sie auch nicht ob von ihr erwartet wurde irgendetwas zu sagen. “Nun… eh… gute… Nacht?“ sagte sie deshalb eher zögerlich und klang eher als würde sie fragen.
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Nanikami Ryoko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   So 31 Okt 2010, 20:45

Das Yumiko sich so rührend um sie kümmerte, ließ in Ryoko ein Gefühl großer Dankbarkeit aufkeimen. Denn es war keine Selbstverständlichkeit, dass sich die Weißblonde so aufopfernd um sie kümmerte. Noch dazu, wo sie doch gar nicht darum gebeten hatte. Allerdings hatte die Namikami keine Probleme damit Hilfe anzunehmen, zumindest nicht, wenn sie diese wirklich brauchte. Als Yumi ihr aufhalf bemerkte sie sofort, dass das Laufen wohl eher keine gute Idee war. Es lief wohl alles darauf hinaus, dass die zierliche Blonde sie nach oben tragen musste, was ihr irgendwie auch Leid tat, aber die Kunoichi aus Kumo meisterte diese Aufgabe bravourös. Das Zimmer in welches sie die Jounin delegierte kannte sie bereits, immer hin war es das Beste im ganzen Haus. Als Yumi sie auf dem Bett ablieferte, brachte sie nur ein knappes „Danke.“ hervor. Für mehr reichte der Atem der eigentlich Durchtrainierten in diesem Moment einfach nicht aus. Es tat sehr gut auf dem weichen Bett zu liegen, doch auch der Komfort einer Matraze konnte die Schmerzen in ihren Gliedern und ihrem Kopf nicht minimieren. Die Wunde in ihrer Hand pulsierte schmerzhaft im schnellen Takt ihres Herzschlages und die Schwarzhaarige stellte bei näherer Betrachtung eine bläuliche Verfärbung um die Ein-, und Austrittsstellen fest. Die Heilung dieser war bereits erstaunlich weit fortgeschritten. Alles Blut war geronnen und es war nur noch eine winzig kleiner offener Punkt zu sehen. Dieses Phänomen hatte sie schon immer an sich beobachten können und empfand es daher auch nicht als besonders verwunderlich. Glücklicherweise stand auf dem Beistelltisch neben dem Bett eine Schüssel mit Wasser. Kaltem Wasser zwar, doch so konnte sie sich wenigstens ihr Gesicht waschen. Sich aufzurichten und diese Tätigkeit durchzuführen, dauerte exakt so lange bis die hübsche Blonde wieder kam und die Tür hinter sich verschloss. Freundlicherweise half sie Ryoko auch gleich aus ihren Sachen, welche zum Schlafen denkbar unbequem waren. Bevor sie sich wieder hinlegte öffnete sie noch ihren Zopf und lockerte ihre glatten schwarzen Haare etwas auf. Das ihr unglaublich kalt war, konnte man als erstes an dem Zittern und gleich darauf wohl an der Gänsehaut erkennen welche ihren Körper überzog. Fieber. Eine Nebenwirkung welche sie fürchtete, nun jedoch auch nicht mehr ändern konnte. Sie war stark, sie war gesund, sie glühte zwar, aber sie hatte Yumi – sie würde das schon überstehen, irgendwie.
Die Frage welche die Missing stellte, denn es hörte sich wirklich eher nach einer Frage, denn irgendetwas anderem an, fand die ebenfalls Verlorengegangene äußerst niedlich. Richtig schüchtern konnte sie also auch sein, wenn sie wollte – wie facettenreich. Die Kerzen im Raum tauchten alles in ein warmes, sanftes Licht und unterstrichen Yumikos schöne Züge nur noch mehr. Sie hatte etwas an sich, dessen man sich nur schwer entziehen konnte, doch was genau es war, konnte man nicht so einfach mit Worten beschreiben. Es umgab sie einfach, dieses Strahlen. Und obwohl Ryoko eine kuschelige Decke umgab, wurde es nicht wirklich wärmer. Zitternd wandte sie sich also langsam Yumi zu und ergriff mit ihren warmen Fingern die Hand der Anderen und lächelte sie mit glasigen Augen an, deren Farbe nun vollends undefinierbar war. „Ich weiß nicht ob es eine gute Nacht wird, aber es wird auf jeden Fall keine einsame ...“
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Hiruma Yumiko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Mo 01 Nov 2010, 22:33

Nach einem anstrengenden Tag in einem kuscheligen Bett liegen. Das war ein Luxus den mal als verlorenes Schäfchen eines Dorfes nicht wirklich oft hatte. Zumindest nicht so vollkommen befreit von der Angst dass im nächsten Moment jemand reinstürmen würde und sie nach Kumo zurückschleifen würde. Gut dafür hatte sie die Sorge dass das Gift doch schlimmere Auswirkungen hatte als sie bisher angenommen hatte, doch das band sie der betroffenen Person nicht auf die Nase. Wahrscheinlich machte sie sich auch nur unnötig Sorgen immerhin war es kein Wunder das man nicht besonders gesund aussah wenn man sich gerade mit Gift im Körper rumschlagen musste. Dennoch waren nicht alle Gedanken Yumikos so unerfreulicher Natur. Selbst wenn sie kränklich aussah, musste man zugeben das Ryoko eine Person war die man als „schön“ beschreiben konnte. Zumindest aus der rein subjektiven Sichtweise der weißblonden jungen Frau aus Kumogakure. Nun wo ihre Haare nicht mehr in einen Zopf gezwungen wurden konnte Yumi sich beim besten Willen nicht vorstellen wie ihr irgendjemand in dieser Hinsicht widersprechen könnte. Zeit für all diese Gedanken blieben ihr noch bevor sich die junge Frau mit den schwarzen Haaren auf die Seite drehte und sich Suzuna zuwand. Die Hand der Jüngeren wurde ergriffen und neben den warmen Fingern die sie spürte, sah sie in glasige Augen. Ryoko schien auch nichts erspart zu blieben. So deutliche Anzeichen erkannte selbst die ehemalige Jonin des Blitzreiches. Aber die Kunoichi die ihren Urlaub nur etwas verlängerte lächelte. Es sah auch nicht unbedingt gezwungen aus, was dazu führte das es auch ein Lächeln aufs Gesicht der Gesunden zauberte. Langsam strich sie mit der freien Hand den Arm Ryos entlang und stoppte an deren Schulter. Beinahe ebenso langsam rückte sie näher an die von Fieber und Gift geplagte Ryoko. Ohne ein einziges Wort zu verlieren schmiegte sie sich an diese und drückte sie leicht an sich. Das alles war ohne großes Nachdenken geschehen. Und vor allem ohne auf irgendwelche Zeichen des Missfallens der, beinahe, wehrlosen Frau zu achten. Dementsprechend fühlte sich Yumi auch ein wenig unwohl, doch dieses leichte Gefühl des Unwohlseins war nur eine Randerscheinung beim Genuss der Nähe. Zwar existent doch nicht wirklich wahrgenommen. Nichtig im Vergleich zum angenehmen Gefühl der Nähe. Sicher die beiden Frauen waren sich bereits schon einmal so nahe gekommen, doch war das eine ganz andere Sache. Das hier war auf seine eigene Weise bedeutend schöner. Angenehmer. Zumindest für die Weißblonde… wie es dabei mit Ryo stand konnte sie ja nicht ahnen. Und sie wollte das Risiko das sie jetzt protestierte nicht auf sich nehmen. Deshalb schloss Yumiko die Augen, kostete noch einen Augenblick das angenehme Gefühl des nahen Körpers und flüchtete anschließend in einen traumlosen Schlaf.

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Nanikami Ryoko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   So 07 Nov 2010, 07:18

Ryoko konnte sich in diesem einen Moment nichts schöneres vorstellen als das was Yumi gerade tat. Nicht in ihrem schlimmsten Alptraum hätte es die Schwarzhaarige gewagt, sich dagegen zu sträuben, dafür war die Intimität zwischen den Beiden einfach zu schön.
Es war etwas, dass ihr Ruhe und Frieden schenkte und sie vollkommen vergessen ließ, dass sie gerade Gift im Körper trug. Und auch etwas, dass ihr dabei half, sentimentaler als Üblich zu sein. Eine große Anzahl von Menschen fühlte sich ohne ihre Kleidung unsicher, Ryoko blühte im Gegensatz dazu richtig auf. Ohne Kleidung und unnötige Maskerade, konnte sie einfach sie selbst sein und sich Dinge eingestehen, welche sie im angezogenen Zustand weit von sich geschoben hatte. Doch die Weißblonde rief mit ihrem ganzen Wesen Gefühle in Ryoko hervor, die schon weit über das „wir wandern zusammen nur mal eben schnell nach Suna“ Abkommen hinaus gingen. Zum ersten Mal in ihrem bisherigen Leben war der ehemaligen Jounin Jemand wichtiger als sie selbst. Eine vertrackte Situation, denn sie konnte sich vorstellen, dass es der Kunoichi aus Kumo sicher weniger gefallen würde, wenn sie ihr all das offenbaren würde, was ihr gerade durch den Kopf ging. Immerhin wusste sie, dass ihr ihre Freiheit heilig war, allerdings nicht, in wie weit diese Freiheit definiert war. An den warmen Körper der jungen Frau geschmiegt, wollte Ryoko sie leise etwas fragen. „Warst du schon mal richtig verliebt Yumi?“ Es kam keine Antwort, nur das ruhige, gleichmäßige Atemgeräusch war es, dass der Schwarzhaarigen ein sanftes Lächeln abrang. Die Augen nun ebenfalls schließend, genoss sie diese Augenblicke der Geborgenheit. Das Toxin hielt ihren Körper so in Schach, dass sie in einen sehr festen Schlaf fiel. Wäre Yumi mitten in der Nacht aufgewacht hätte sie mitunter Angst haben können oder sich vielleicht auch gefreut, dass Ryoko überhaupt nicht mehr aufwachen würde, so unregelmäßig und zaghaft holte sie Luft.
Obwohl sie es wirklich gebraucht hätte, versagte ihr Meister Hypnos bereits in den frühen Morgenstunden den weiteren Aufenthalt in seinem Traumland. Dementsprechend erschöpft fühlte die Nanikami sich auch, als sie die Augen aufschlug und während sie sich langsam von Yumi löste, verteufelte sie ein weiteres Mal diese alte Hexe mit ihrem vergifteten Dolch und ihre eigene Blödheit. Noch etwas wacklig auf den Beinen, jedoch schon sicherer als am Abend stapfte sie, zuerst zu Yumis Nachtschrank um den Schlüssel zu holen, diesen dann in das Schloss zu stecken und herum zu drehen und anschließend die nicht mehr verschlossene Türe zu öffnen, in das auf der anderen Seite des Flurs gelegene Badezimmer. Da noch Niemand wach war, musste die Kunoichi auch auf Annehmlichkeiten wie warmes Wasser verzichten, was sie wegen ihrer immer noch hohen Körpertemperatur jedoch nicht sonderlich störte. Ohne lange drüber nachzudenken, kippte sie sich einen Eimer mit angenehmen 15°C warmen Wasser über den Kopf. Das diese Aktion sehr belebend wirken musste, war an dem scharfen Einatemton Ryokos nachzuvollziehen. Eine kleine Prise Ironie musste sie erkennen, als sie nichts anderes als Rosenölseife fand. Ryoko hasste diesen Geruch, aber sie wollte nicht auch noch mit dem Schweiß von der Nacht durch die abartig heiße Wüste laufen, also hieß es Nase zu und durch. Zum Abschluss gönnte sie sich freigiebig noch einen Eimer kühlen Wassers. Nur in dem ganzen Bad gab es kein einziges Handtuch. Nichtmal ein Lappen fand sich, es war doch zum Verrückt werden. Nass tropfend verließ die Schwarzhaarige also dieses schlecht ausgestattete Zimmer und begab sich zurück in den Raum in dem auch Yumi schlief. Wenn sie sich richtig erinnerte, bewahrten sie immer etwas Wäsche in dem Schrank auf. Das der besagte Schrank bereits etwas älter war, bedarf keiner Beschreibung, denn als Ryoko eine der Türen zu öffnen versuchte, quietschte sie so fürchterlich laut, dass Yumi gar nicht anders konnte, als auch ihrem Schlaf zu erwachen und die nackte, leicht Frierende zu entdecken.
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Hiruma Yumiko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   So 07 Nov 2010, 20:42

Ein traumloser Schlaf blieb zumeist ohne einen Traum. So auch dieser. Dafür konnte Yumiko allerdings auch durchschlafen und wurde nicht von Albträumen aus dem Schlaf gerissen. Mehr konnte man sich doch gar nicht nach einem so angenehmen Abend wünschen. Zumindest die letzten 10 Minuten waren recht angenehm. So kam es das sie auch noch am frühen Morgen schlief als die Schwarzhaarige aufwachte. Zwar erwachte sie für einen kurzen Moment als Ryoko sich entfernte, doch sollte sie sich beim nächsten Erwachen nicht einmal daran erinnern, denn sie kuschelte sich beinahe sofort wieder in ihr Kissen und schlief ein. Das nächste Mal erwachen sollte sie durch ein durchaus als unangenehm zu beschreibendes Geräusch. Wenn nicht sogar brutalst grausam. Ein gemeingefährliches Quietschen riss Yumi aus ihren nicht vorhandenen Träumen. Sofort kerzengerade, und total wach saß sie auf einmal im Bett und sah sich um. Ihr Herz schlug wie verrückt… bis sie bemerkte dass es gar keinen Grund zur Aufregung gab. Nun es gab zumindest keinen Grund sich Sorgen zu machen das eklige Quietschen wurde durch Ryo verursacht. Durch eine immer noch nackte Ryo. Ein durchaus angenehmer Anblick so am frühen Morgen. Ein Grund weshalb sich die junge Frau aus Kumogakure auch wieder entspannte und ein freundliches Lächeln aufsetzte. “Guten Morgen“ setzte sie fröhlich und gut gelaunt an. “Ich sehe dir geht’s besser…. Schön!“ Zwar schien sie leicht zu frieren aber wer so nass hier durchlief sollte sich da nicht wundern. Nach einigen Momenten des Beobachtens der schönen Schwarzhaarigen streckte sich die ehemalige Jonin und rieb sich die Augen bevor sie aufstand. Leise seufzte sie. Der Gedanke einfach hier zu bleiben gefiel ihr viel besser, als jener weiterzureisen. Leider konnte sie das nicht tun. Zu viele Menschen hatten einen Mord gesehen und irgendwann würde jemand bemerken dass etwas nicht stimmte. Und bevor das passierte sollten zumindest die beiden ehemaligen Kunoichis verschwunden sein. Ansonsten könnte das ganze noch schlimmer werden als es so schon war. Wenn sie erst noch ausgebildete Shinobi ausschalten mussten konnten sie sich in Konoha nicht mehr blicken lassen. Nicht unbedingt das was sich Yumiko wünschte. Von daher galt es sich jetzt um zwei weitere Zeugen zu kümmern, anstatt um Ryoko. “Ich geh eben mit den beiden Mädchen sprechen…“ meinte sie schon beinahe bedauernd und zog sich nur die Sachen vom Vortag an. Warum auch saubere Sachen anziehen wenn sie sich danach noch waschen würde. Es war nur um nicht nackt vor den Mädchen zu stehen. Mit langsamen und nur mit als lustlos zu bezeichnenden Schritten schlurfte sie zur Tür und zog den Schlüssel heraus. Hinter sich schloss sie die Tür zum Zimmer wieder und folgte mit den Augen kurz der nassen Spur auf dem Flur. So war wenigstens klar wo das Bad war. Dies war immerhin ein Anfang. Dann begab sie sich zur Tür hinter der sich die beiden Mädchen aufhalten… so hoffte sie zumindest. Erst horchte sie natürlich um etwas zu hören war, da sie aber keine lauten Geräusche vernehmen konnte klopfte sie sicherheitshalber an die Tür. “Hey ihr beiden darin! Ich mach euch gleich die Tür auf und dann muss ich mit euch reden… ihr habt noch ein wenig Zeit wach zu werden!“ Letzteres hängte sie an als sie ein Gähnen nur mit großer Mühe unterbrechen konnte. Ihre Pläne waren dem schnell angepasst und sie entschied sich erstmal selbst wach zu werden. Auf die unangenehmste Weise, aber effektiv. Deswegen stiefelte sie doch erstmal von der Tür zurück zum Badezimmer. Hier stellte sie als erstes entgeistert fest das es auch kein anderes Wasser gab als kaltes. Da dieses allerdings auch in ihrem ursprünglichen Plan Verwendung fand machte sie sich nichts draus und sie schüttete sich einen Eimer über den Kopf. “WAH!“ schrie sie auf und warf den Eimer in die Ecke. So ein Drecksteil. Das war ja kalt. Nun als sie sich abtrocknen wollte und bei genauerem Hinsehen wurde ihr auch endlich klar warum Ryo nass ins Schlafzimmer gestiefelt war. Eben diesen Weg ging sie nun auch wobei sie sich selber für ihre Unüberlegtheit verfluchte. Als sie endlich in der Tür stand sah sie erst zum Schrank. Verzog sich dann aber mit einem Grinsen zu ihrem Rucksack um nach kurzem Kramen ein Handtuch hervorzuzaubern. Ryo beachtete sie dabei gar nicht, denn als sie auch schon nur sich kurz die größte Nässe abgerieben hatte zog sie sich neue Sachen, die eigentlich genauso aussahen wie die vom Vortag, über und stürmte wieder aus dem Zimmer zur Tür mit den Mädchen. Diese öffnete sie nun auch und betrat den Raum. Sie war gespannt was die Mädchen zu sagen hatten.

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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Mo 08 Nov 2010, 21:44

Das Yumi sie jetzt so schamlos musterte gefiel Ryoko außerordentlich gut, doch es machte sie auch ein klein wenig verlegen, was sie durch rein äußerliche Anzeichen natürlich nicht zeigte. Nachdem sie auch die leider nur sehr kurz entkleidete Weißhaarige beobachten durfte, bevor sie das Zimmer verließ, öffnete sie den Schrank nun gänzlich und nahm sich ein großes Handtuch heraus. Das Abtrocknen ging vollkommen unspektakulär vorüber, dass Anziehen war schon ein wenig amüsanter. Denn die Kleidungsstücke, welche in diesem alten Bretterverschlag hingen, waren keineswegs Dinge, mit denen man so einfach auf die Straßen gehen sollte. Zumindest wenn man sich nicht hinreichend wehren konnte. Da sich Ryo ihren Hang zur Provokation jedoch nur schwerlich abgewöhnen konnte, griff sie einfach zu einem schon von sich aus kurzen, dunkelroten, eng anliegenden Minikleid, welches ihre Beine kaum besser, als ein breiter Gürtel bedeckte. Aus dem Bad hörte sie nur einen spitzen Schrei, welcher sicher Yumi zuzuordnen war. Das kalte Wasser war schon mies, aber das war eigentlich noch kein Grund zum schreien. Doch es konnte ja auch nicht jedes Mädchen so stark körperlich abgehärtet sein wie die Schwarzhaarige und schon gar nicht die zarte Yumi, welche übrigens gerade wieder ins Zimmer gelaufen kam. Übrigens auch nass und nackt, wie sie erst vor wenigen Minuten. Doch offenbar hatte sie ein Handtuch in ihrem Rucksack und bediente sich auch daran, bevor auch sie sich leider wieder anzog. Die Taki-Nin genoss es sichtlich die Kunoichi aus Kumo anzuschauen, immerhin bekam man so etwas Schönes nicht jeden Tag zu sehen.
Und so wie es nun aussah, wollte Yumi noch mit den beiden Gören sprechen. Gut, da würde sich Al mal ganz gekonnt dazu gesellen. Die Weißblonde hatte die Tür noch nicht einmal ganz geöffnet, als ihr schon Anzu in die Arme fiel. Mit verheulten Gesicht blickte sie zu ihr auf. „Bitte, bitte tötet uns nicht! Wir tun alles! Wir werden arbeiten! Wir ….“ Ryoko legte ihr einen Finger auf den Mund „Schhh … wenn du so laut jammerst, können wir uns gar nicht überlegen, was wir mit euch anstellen werden. Hast du schon eine gute Idee Yumi?“ Mit der anhänglichen Anzu um ihre Hüfte blickte sie lächelnd zu der anderen Frau und versuchte sich dabei nichts von ihren Gedanken anmerken zu lassen, welche sie noch am vorherigen Abend beschäftigt hatten. Zu allem Überfluss kam nun auch noch Chizu auf die Shinobi zugekrochen. Demütig verbeugte sie sich vor den Beiden und musste sich arg zusammenreißen, ihre Tränen zu unterdrücken. „Yumi-sama, Kana-sama bitte lasst uns nicht hier zurück … bitte ...“
Diese müden Bitten rangen Ryoko nur einen Augenverdreher ab und ließen sie ansonsten herzlich kalt. Jetzt in diesem Augenblick, wäre es ihr sehr leicht gefallen, die Zukunft der beiden Mädchen zu gestalten. Würde es Yumiko ebenso gehen?
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Di 09 Nov 2010, 18:46

Wie Yumi bemerkte hatte sich auch Ryo dazu gesellt und… recht eigenwillige Kleidung gefunden. Wenn sie es nicht besser wüsste, was sie um genau zu sein auch nicht tat, würde sie schätzen das Ryoko sich am Kleiderschrank der beiden leichten Mädchen zu schaffen gemacht hatte. Wenn sie auf zukünftige Leute so wirken wollte war das ihr Problem, Yumi würde sich sicher niemals bei einer bevorstehenden Reise so anziehen. Einer der vielen Punkte wo die beiden jungen Frauen anders dachten. Kaum war die Tür geöffnet stürmte eines der Mädchen heraus und sprang die Schwarzhaarige Taki-Kunoichi an. Ein… verständliches Verhalten. Immerhin hatten die beiden ihren Vater und ihre Mutter getötet. Nun ja zumindest eine Frau die sich im Haus aufhielt obwohl die Gäste verschwunden waren. Anschließend hatte Yumi sie auch noch eingesperrt. Ihrer Freiheit beraubt… sie fühlte sich bei dem Gedanken auch nicht sonderlich wohl aber es ging um etwas was sie für sich persönlich als sehr viel wichtiger empfand. Ihre eigene Freiheit. Durchaus ein wichtiges Gut… da musste man eben andere einschränken. Eine seltsame Sichtweise, doch mit dem egoistischen Wesen eines jeden Menschen gut erklärbar. Wie die Mädchen so allerdings bettelten… das war schon beinahe so nervig das Yumi versucht war ihnen ein ähnliches Schicksal wie den wahrscheinlichen Eltern zu gewähren. Ein Gedanken den sie schnell wieder verscheuchte. Allerdings konnte sie auch nicht wirklich behaupten eine gute Idee zu haben. Erstmal konnte sie nur mit einem nicht zu unterdrückenden Gähnen aufwarten. Danach seufzte sie. “Was klar ist ICH werde euch nicht töten. Und R-… Kana auch nur über meine Leiche“ zumindest ein Anfang. Und eine klare Ansage dass sie nicht vorhatte irgendjemand anderen die Kinder töten zu lassen. Irgendwo hatte die ehemalige Jonin auch das Gefühl das sie für die Beiden verantwortlich war. Bis sie endlich weg waren zumindest. “Was ich jedoch mit euch mache ist vollkommen unklar… ich kann euch nicht ewig mitschleppen dafür seid ihr zu jung“ Eine zu große Last, zu störend, zu schwach, zu nervtötend. All diese Gründe sparte sich die Weißblonde erst einmal. “Und einfach hier lassen kann ich euch auch nicht wer weiß auf was für dumme Ideen ihr kommt“ Sie seufzte und sah zu Ryo. Eine Möglichkeit gab es noch aber es war schon beinahe unangenehm danach zu fragen. “Duu? Du hast doch gesagt du besuchst deine Schwester… könnte die nicht?“ fragte sie schon beinahe verzweifelt und mit Hundeblick. Ryo zu fragen die sie kaum kannte und dann auch noch nach so etwas wo sie eigentlich nicht einmal etwas zu entscheiden hatte war schon ein wenig seltsam, doch irgendwohin mussten sie ja und Yumi hatte keinerlei Verwandte die sie mit der Bewachung der beiden Monster beauftragen konnte. Keine die sie nicht sofort ins Dorf holen würden. Eine zutiefst deprimierende Sache wie sie persönlich fand. Konnte man nicht ändern.

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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Di 09 Nov 2010, 19:50

Yumiko machte ihren Standpunkt zumindest zum Teil ziemlich klar, was die Mädchen auch hoffentlich etwas beruhigte. Tat es leider nicht, denn Anzu krallte sich immer fester an Ryoko, welcher es nun wirklich genügte und das Mädchen unwirsch an den Haaren nach oben riss und von sich stieß, sodass es auf ihrer bittenden Schwester landete. „Das ihr immer so aufdringlich werden müsst!“ tadelte die Schwarzhaarige die wimmernden Mädchen. Während sie sich ihr „Kleid“ zurechtrückte, dachte sie über das nach, was Yumi sie gefragt hatte. Diese Möglichkeit war durchaus denkbar, vielleicht war sie sogar die einzig wirklich praktikable, doch ein Problem sah sie dennoch kommen. Etwas, dass sie jedoch nicht vor den Gören ansprechen wollte, deswegen fasste sie Yumi an der Hand, zog sie mit sich aus dem Raum und schloss die Tür wieder hinter sich und drehte den Schlüssel herum. Damit die neugierigen Weibsen nicht lauschen konnten, ging sie immer noch locker mit der Weißblonden an der Hand zu dem Zimmer, in dem sie die Nacht verbracht hatten und schloß ebenfalls die Tür.
Nun ließ sie die noch etwas kühle Hand Yumikos los, obwohl sie diese gern noch ein wenig länger gewärmt hätte.
„Dein Vorschlag ist nicht übel und meine Schwester bringt sie mit Sicherheit irgendwo unter … aber, wie bekommen wir die zwei Schnepfen durch die Wüste? Sie sehen nicht gerade so aus, als wenn sie oft aus dem Haus kämen. Die verrecken uns doch jämmerlich auf dem halben Weg! Zumal ich nicht vorhatte Jemanden durch die Pampa zu tragen … abgesehen von Dir natürlich.“ Eine versteckte kleine Anmache, welche der Schwarzhaarige direkt wieder etwas mehr Farbe ins Gesicht zauberte. Allerdings war das nicht der einzige Grund dafür. Dieses rote Kleid störte sie mit einem Mal plötzlich unsäglich.
„Argh, und ich muss aus diesen Klamotten raus, dass ist ja furchtbar!“ wetterte sie und riss sich förmlich den Fetzen vom Körper. Nun stand sie erneut fast nackt vor Yumi und schüttelte sich ein wenig vor Widerwillen.
„Wie können die das nur freiwillig den ganzen Tag tragen?“ungläubig schüttelte sie ihre schönen offenen Haare hin und her und zog eine angewiderte Grimasse, als sie auf das Stückchen Stoff blickte.
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Hiruma Yumiko
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BeitragThema: Re: Waldweg Richtung Westen   Di 09 Nov 2010, 20:29

Wie äußerst nett Ryoko doch zu dem Mädchen war. Ob man sich so verhalten sollte wenn man dafür gesorgt hatte dass das Kind keine Eltern mehr hatte war fraglich. Yumiko war ja am Tod des Vaters nur bedingt schuld. Wäre es nach ihr gegangen würde der alte Mann jetzt noch um die Erlösung betteln. Auf die Frage der Weißblonden reagierte die Kunoichi aus Takigakure jedoch… recht seltsam. Sie nahm der Hand des Wunderkinds der goldenen Generation und zog es mit sich. Wieder hinaus aus dem Raum und sie verschloss auch die Tür. Yumiko war ernsthaft verwirrt. Was sollte das ganze? Trotzdem folgte sie ihr brav. Allein weil ihr die Berührung gefiel. Dann führte die Frau mit den vielen Namen die Frau mit nur zwei Namen wieder zurück ins Zimmer in dem sie genächtigt hatten. Wenn Yumi es recht bedachte die angenehmste Nacht ihres bisherigen Lebens. Mit viel Pech würde diese Nacht diesen Titel auch ewig für sich beanspruchen. Dann endlich rückte Ryoko mit der Sprache raus. Sie hatte Angst dass die Mädchen in der Wüste verreckten… beziehungsweise die beiden ausgebildeten Kunoichi sie tragen würden müssen. Sie konnte ja nicht ahnen das Yumiko da eine viel angenehmere Reisemethode ins Auge gefasst hatte. Auch wenn von Ryo durch die Wüste getragen werden sehr angenehm klang. Davon abgesehen das Suzuna sich überhaupt mal gerne durch die Wüste tragen lassen würde. Von der schwarzhaarigen Schönheit getragen zu werden wäre allerdings natürlich besonders schön. Bevor die Weißblonde jedoch eine Antwort geben konnte beschwerte sich Ryo über ihre selbst ausgewählte Kleidung. JETZT war wirklich alles perfekt verwirrend. Wenigstens war nun der Anblick wieder weitaus angenehmer. Ohne den Fetzen wirkte die ehemalige Alphard doch weitaus schöner. Vollkommen schamlos genoss Yumi den Anblick des fast nackten Wesens einige Sekunden und lächelte dann. “Falls du nichts anderes findest sollten meine Sachen dir passen.... wenn es dich nicht stört meine Sachen zu tragen“ sie deutete auf ihren Rucksack. “Der ist vollgestopft mit Klamotten… und was die Reise angeht das lass meine Sorgen sein… wir werden noch heute in Suna ankommen auch mit den beiden Gören in Schlepptau“ die beiden Gören die bestimmt an der Wand hingen und lauschten was das Zeug hielt. Aber das das so war hielt sie nicht unbedingt für nötig Ryo zu erzählen.

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Waldweg Richtung Westen
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